Janeway Immunologie

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Janeway Immunologie

ISBN: 
ISBN 978-3-662-56003-7

Das führende Immunologie-Lehrbuch in deutscher Sprache, nun wieder auf dem neuesten Stand. DIE Einführung in die Immunologie für Studierende der Biowissenschaften und der Medizin.
Der Janeway, das bewährte und viel gelobte Standardlehrbuch der Immunologie, liegt nun erneut in einer vollständig überarbeiteten und aktualisierten Fassung vor. Das Werk führt den Leser in gewohnter Souveränität durch alle Aspekte des Immunsystems – vom ersten Einsatz der angeborenen Immunität bis zur Erzeugung der adaptiven Immunantwort, von den vielfältigen klinischen Konsequenzen normaler und pathologischer immunologischer Reaktionen bis zur Evolution des Immunsystems.

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In der 9. Auflage sind unter anderem neue Erkenntnisse zur modularen Immunantwort, zur Klassenwechsel-Rekombination, zur Vielfalt der CD4-T-Zellen, zu Chemokin-Netzwerken, zur Umgehung der Immunabwehr durch Pathogene und zur Immuntherapie von Krebs integriert. Zahlreiche neue Abbildungen veranschaulichen die im Text erläuterten Prozesse und Konzepte. Der umfangreiche Anhang zu den Methoden der Immunologie ist um etliche neue Techniken erweitert worden. Zudem wurden die Verständnisfragen an den Kapitelenden komplett überarbeitet.

Das in zahlreiche Sprachen übersetzte Werk besticht durch seine Aktualität, seine konzeptionelle Geschlossenheit und seine ansprechende Illustration. Es bleibt damit in diesem unverändert rasant fortschreitenden Fachgebiet ein hochaktueller und verlässlicher Begleiter.

 

Stimmen zu früheren Auflagen:

Dieses Buch bringt Studenten und Wissenschaftlern die Immunologie aktuell und in hervorragender Weise näher. Prof. Dr. Nikolaus Müller-Lantzsch, Universitätskliniken Homburg

Die neue Auflage ist kaum noch zu schlagen. Prof. Dr. Stefan H.E. Kaufmann, Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin

Hervorragend. Dieses Lehrbuch genügt sämtlichen Ansprüchen! Prof. Dr. Andreas Dotzauer, Uni Bremen

Das Buch besticht durch die hervorragende Vermittlung von Grundlagenwissen, das es in weiterer Folge ermöglicht, auch die komplexen Zusammenhänge bei klinisch-immunologischen Fragestellungen zu verstehen. Prof. Dr. Wolfgang Sipos, Medizinische Universitätsklinik Wien

Die auf das wesentliche reduzierten graphischen Darstellungen haben einen besonderen didaktischen Wert, vor allem angesichts der Komplexität dieses Fachgebiets. Prof. Dr. Arne Skerra, TU München

Unter den Immunologie-Lehrbüchern nimmt dieses sicher heute den vorderen Rang ein. Es macht Vergnügen, sich von ihm bilden zu lassen. Biospektrum

Alles in allem ein wunderbar gestaltetes, umfassendes Lehrbuch, dessen Schwerpunkt deutlich auf der Erklärung grundlegender Mechanismen der Immunabwehr liegt. Naturwissenschaftliche Rundschau

Das Buch ist didaktisch hervorragend, vor allem auch in den Abbildungen, und bietet am Ende der Kapitel prägnante Zusammenfassungen, Fragen zum Überprüfen des Gelernten und Hinweise auf Originalarbeiten. Pharmazie in unserer Zeit

Uneingeschränkt empfehlenswert; es eignet sich besonders für Biologiestudenten zur Prüfungsvorbereitung, für Mediziner als Nachschlagewerk, aber auch für Studenten und Dozenten anderer Fächer. Chirurgische Praxis

Dieses packende moderne Lehrbuch [bietet] jungen Biologen und Medizinern die gegenwärtig beste Möglichkeit, die Mechanismen des Immunsystems in ihrem evolutionären und funktionellen Kontext und medizinischen Bezug kennen zu lernen und vielleicht für ihre eigene zukünftige Tätigkeit zu entdecken. Prof. Dr. Klaus Rajewsky im Vorwort zur 5. Auflage

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BegriffErklärung
2B4Rezeptor aus der SLAM-Familie (SLAM für signaling lymphocyte activation molecule), der von NK-Zellen exprimiert wird und an den CD48-Rezeptor bindet, der ebenfalls zur SLAM-Familie gehört.
α-DefensineGruppe von antimikrobiellen Peptiden, die von neutrophilen Zellen und den Paneth-Zellen im Darm produziert werden
α-Galactoceramid (α-GalCer)Immungogenes Glykolipid, das ursprünglich aus Meeresschwämmen isoliert wurde, tatsächlich aber von verschiedenen Bakterien produziert wird und als Ligand von CD1 den unveränderlichen iNKT-Zellen präsentiert wird.
α:β-HeterodimerDimer aus einer α- und einer β-Kette, die Erkennungsdomäne des α:β-T-Zell-Rezeptors
α4:β7-Integrin (LPAM-1) (lamina propria associated molecule 1)Integrin, das an VCAM-1, MAdCAM-1 und Fibronectin bindet und von diversen Zellen exprimiert wird, beispielsweise von den IEL-Zellen, die in die Lamia propria des Darms einwandern.
Weitere Begriffe
  • Kapitel 1: Grundbegriffe der Immunologie (17)
  • Kapitel 2: Die angeborene Immunität (13)
  • Kapitel 3: Die induzierten Reaktionen der angeborenen Immunität (12)
  • Kapitel 4: Antigenerkennung durch B-Zell- und T-Zell-Rezeptoren (10)
  • Kapitel 5: Die Entstehung von Antigenrezeptoren in Lymphocyten (10)
  • Kapitel 6: Wie Antigene den T-Lymphocyten präsentiert werden (14)
  • Kapitel 7: Signalgebung durch Rezeptoren des Immunsystems (12)
  • Kapitel 8: Die Entwicklung der B- und T-Lymphocyten (16)
  • Kapitel 9: Die T-Zell-vermittelte Immunität (14)
  • Kapitel 10: Die humorale Immunantwort (11)
  • Kapitel 11: Die Dynamik der angeborenen und adaptiven Immunantwort (12)
  • Kapitel 12: Das mucosale Immunsystem (11)
  • Kapitel 13: Das Versagen der Immunantwort (13)
  • Kapitel 14: Allergien und allergische Erkrankungen (12)
  • Kapitel 15: Autoimmunität und Transplantation (12)
  • Kapitel 16: Die gezielte Beeinflussung der Immunantwort (11)
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Frage 1 von 200
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  • Multiple Choice: Welches der folgenden Beispiele beschreibt den Vorgang der Impfung?
    A. Eine Person wird mit Kuhpocken infiziert, um sie vor den Pocken zu schützen.
    B. Man verabreicht einer ansteckungsgefährdeten Person Serum aus einem Tier, das gegen Diphtherie immun ist, um die Person vor dem Diphtherietoxin zu schützen.
    C. Eine Infektion durch Bakterien, die zur Aktivierung des Komplementsystems führt, wodurch die Krankheitserreger beseitigt werden.
    D. Eine Person erkrankt an Windpocken, entwickelt diese Krankheit danach allerdings nicht mehr, weil sich ein immunologisches Gedächtnis gebildet hat.

    Lösung

    A.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Definitionen beschreibt das immunologische Gedächtnis?
    A. Der Mechanismus, durch den ein Organismus verhindert, dass sich eine Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe entwickelt.
    B. Der Mechanismus, durch den ein Organismus verhindert, mit Mikroorganismen in Kontakt zu kommen.
    C. Das Fortbestehen pathogenspezifischer Antikörper und Lymphocyten, nachdem die ursprüngliche Infektion abgeklungen ist, wodurch eine erneute Infektion mit dem Krankheitserreger verhindert wird.
    D. Der Vorgang, durch den ein Krankheitserreger in der Anzahl verringert oder ganz beseitigt wird.

    Lösung

    C.
  • Richtig oder falsch: Toll-like-Rezeptoren (TLRs) erkennen intrazelluläre Bakterien, während NOD-like-Rezeptoren (NLRs) extrazelluläre Bakterien erkennen.

    Lösung

    Falsch.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden Zellen gehören zur lymphatischen, welche zur myeloischen Linie?
    A. eosinophile Zellen
    B. B-Zellen
    C. neutrophile Zellen
    D. NK-Zellen
    E. Mastzellen
    F. Makrophagen
    G. rote Blutkörperchen

    Lösung

    A, myeloisch; B, lymphatisch; C, myeloisch; D, lymphatisch; E, myeloisch; F, myeloisch; G, myeloisch.
  • Multiple Choice: Mit dem „schmutzigen kleinen Geheimnis“ des Immunologen ist gemeint, dass man Bestandteile von Mikroorganismen zusetzt, um eine starke Immunantwort gegen ein bestimmtes Proteinantigen hervorzurufen. Welche der folgenden Moleküle sind keine Rezeptoren und keine Rezeptorfamilie, die mikrobielle Produkte erkennen und eine starke Immunantwort auslösen können?
    A. Toll-like-Rezeptoren (TLRs)
    B. T-Zell-Antigenrezeptoren (TCRs)
    C. NOD-like-Rezeptoren (NLRs)
    D. Mustererkennungsrezeptoren (PRRs)

    Lösung

    B.
  • Richtig oder falsch: Hämatopoetische Stammzellen können sich zu jeder beliebigen Körperzelle entwickeln.

    Lösung

    Falsch.
  • Bitte zuordnen: Welche der Aussagen 1–4 gehört zu welchem der Begriffe A–D?
    A. Allergien
    B. Immuntoleranz
    C. Autoimmunkrankheit
    D. Transplantatabstoßung
    1. Immunreaktion gegen ein Antigen, das sich auf einer transplantierten fremden Zelle befindet
    2. Immunreaktion gegen ein Antigen, das eine eingedrungene fremde Substanz ist
    3. Immunprozess, der eine Immunreaktion auf körpereigene Antigene verhindert
    4. Immunreaktion gegen ein körpereigenes Antigen

    Lösung

    A, 2; B, 3; C, 4; D, 1.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Mechanismen dient nicht dazu, eine Immuntoleranz aufrechtzuerhalten?
    A. klonale Deletion
    B. Anergie
    C. klonale Expansion
    D. Unterdrückung autoreaktiver Lymphocyten

    Lösung

    C.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden lymphatischen Organe sind als zentral/primär zu bezeichnen, welche als peripher/sekundär?
    A. Knochenmark
    B. Lymphknoten
    C. Milz
    D. Thymus
    E. Blinddarm

    Lösung

    A, zentral; B, peripher; C, peripher; D, zentral; E, peripher.
  • Bitte zuordnen: Welcher der folgenden Begriffe (Region, Struktur, Kompartiment) gehört zu welchem Organ?
    A. Lymphknoten
    B. Milz
    C. Schleimhaut des Dünndarms
    1. PALS-Region (PALS für periarteriolar lymphoid sheath)
    2. Peyer-Plaques
    3. Venolen mit hohem Endothel

    Lösung

    A, 3; B, 1; C, 2.
  • Multiple Choice: Welches der folgenden Phänomene tritt bei einer Entzündung nicht auf?
    A. Freisetzung von Cytokinen
    B. Freisetzung von Chemokinen
    C. Rekrutierung von Zellen des angeborenen Immunsystems
    D. Verengung der Blutgefäße

    Lösung

    D.
  • Bitte ergänzen: ____ T-Zellen können infizierte Zellen abtöten, während T-____zellen andere Zellen des Immunsystems aktivieren.

    Lösung

    cytotoxische, Helfer.
  • Richtig oder falsch: Sowohl T- als auch B-Zell-Rezeptoren durchlaufen den Prozess der Affinitätsreifung, wodurch sie während einer Immunantwort eine höhere Affinität zu einem Antigen entwickeln.

    Lösung

    Falsch.
  • Richtig oder falsch: Jeder Lymphocyt trägt Rezeptoren mit multipler Antigenspezifität an seiner Zelloberfläche.

    Lösung

    Falsch.
  • Multiple Choice: Welcher Zelltyp bildet eine wichtige Verbindung zwischen der angeborenen und der adaptiven Immunantwort?
    A. dendritische Zellen
    B. neutrophile Zellen
    C. B-Zellen
    D. angeborene lymphatische Zellen (ILCs)

    Lösung

    A.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Mechanismen hat nichts damit zu tun, dass ein Antikörper vor einem Krankheitserreger schützen kann?
    A. Neutralisierung
    B. Costimulation von T-Zellen
    C. Opsonisierung
    D. Aktivierung des Komplementsystems und Anlagerung seiner Komponenten

    Lösung

    B.
  • Richtig oder falsch: TH2-Zellen besitzen keine MHC-Klasse-I-Moleküle.

    Lösung

    Falsch.
  • Multiple Choice: Die häufig angewendeten β-Lactam-Antibiotika wirken vor allem gegen grampositive Bakterien. Diese Antibiotika blockieren den Transpeptidylierungsschritt bei der Synthese von Peptidoglykan, dem Hauptbestandteil der bakteriellen Zellwand, der für das Überleben des Mikroorganismus essenziell ist. Welcher der folgenden Faktoren gehört zu den antimikrobiellen Enzymen, die das gleiche bakterielle Strukturelement angreifen wie die β-Lactam-Antibiotika?
    A. Phospolipase A
    B. Lysozym
    C. Defensine
    D. Histatine

    Lösung

    B. β-Lactam-Antibiotika zerstören zwar die Zellwand durch einen anderen Mechanismus, aber Lysozym zerstört ebenfalls die Zellwand, jedoch durch einen enzymatischen Abbau, das heißt durch die spezifische Spaltung der β-(1,4)-Bindung zwischen N-Acetylglucosamin und N-Acetylmuraminsäure.
  • Kurze Antwort: Warum ist die Oligomerisierung von Trimeren des mannosebindenden Lektins (MBL) wichtig für deren Funktion?

    Lösung

    Die einzige Kohlenhydraterkennungsdomäne eines MBL besitzt nur eine geringe Affinität für Mannose-, Fucose- und N-Acetylglucosamin-(GlcNAc-)Reste. Deshalb ist die Fähigkeit zur Oligomerisierung von großer Bedeutung, da sich dadurch die Bindungsstärke oder Avidität von MBL insgesamt erhöht.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen beschreibt Ficoline korrekt?
    A. C-Typ-Lektin-Domäne, Affinität für Kohlenhydrate wie Fucose und N-Acetylglucosamin (GlcNAc), werden in der Leber produziert
    B. fibrinogenähnliche Domäne, Affinität für Oligosaccharide mit acetylierten Zuckerresten, werden in der Leber produziert
    C. C-Typ-Lektin-Domäne, Affinität für Oligosaccharide mit acetylierten Zuckerresten, werden in der Leber produziert
    D. fibrinogenähnliche Domäne, Affinität für Kohlenhydrate wie Fucose und N-Acetylglucosamin (GlcNAc), werden in der Leber und in der Lunge produziert

    Lösung

    D. Ficoline besitzen eine Fibrinogen-ähnliche Domäne, die ihnen eine allgemeine Spezifität für Oligosaccharide vermittelt, die acetylierte Zucker enthalten. Ficoline können von der Leber, der Lunge und von Blutzellen synthetisiert werden. Im Gegensatz dazu enthalten mannosebindende Lektine C-Typ-Lektindomänen, die Mannose-, Fucose- und N-Acetylglucosamin-(GlcNAc-)Reste erkennen, und sie werden nur in der Leber synthetisiert.
  • Bitte ergänzen: Setzen Sie die passenden Begriffe aus der Liste in die Leerstellen in den Aussagen. Nicht alle Begriffe kommen vor, aber davon jeder nur einmal. Die Ficoline bilden wie MBL Oligomere mit ________ und ________. Durch diese Wechselwirkung kann das Oligomer die Komplementfaktoren ________ und ________ spalten. Danach bilden diese Faktoren ________, eine C3-Konvertase, die wiederum ________ spaltet und so die Bildung des membranangreifenden Komplexes ermöglicht.
    MASP-1; MASP-2; C4; C4b2b; C2a; C2; C4a; C4b2a; C3; C3b

    Lösung

    MASP-1; MASP-2; C4; C2; C4b2a; C3.
  • Kurze Antwort: Der alternative Weg der Komplementaktivierung kann unter anderem durch die spontane Hydrolyse der C3-Thioesterbindung aktiviert werden. Diese Bindung dient normalerweise dazu, das Molekül kovalent an die Oberfläche von Pathogenen zu binden. Wie kann der alternative Aktivierungsweg bis zur Bildung des membranangreifenden Komplexes voranschreiten, wenn die C3-Konvertase, die die Reaktion in Gang setzt, löslich ist?

    Lösung

    Die sich bildende C3-Konvertase ist zwar löslich, aber der membranangreifende Komplex kann sich dennoch bilden, da C3b, das durch die alternative C3-Konvertase gebildet wird, an die Membran bindet, sodass schließlich C3- und eine C5-Konvertase entsteht, die an die Membran gebunden sind.
  • Bitte ergänzen: Bei der Krankheit paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie kommt es in den Blutgefäßen zu einer episodischen Zerstörung von roten Blutkörperchen, bei denen die Expression von ________ und ________ verloren gegangen ist, sodass sie anfällig werden für die Lyse durch den ________ Aktivierungsweg des Komplementsystems.
    CD59; C3b; klassischen DAF; Lektin-; alternativen; Faktor 1; C1-Inhibitor (C1INH)

    Lösung

    CD59; DAF; alternativen. Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie wird durch eine somatische Mutation in einem Enzym hervorgerufen, das normalerweise die Glykophosphatidylinositolschwänze synthetisiert, die für die Verankerung und Expression von Proteinen wie CD59 und DAF an der Zelloberfläche notwendig sind. Wenn die roten Blutkörperchen diese komplementregulatorischen Proteine nicht exprimieren können, werden sie für eine Lyse durch das Komplementsystem anfällig, insbesondere durch den alternativen Weg aufgrund der spontan auftretenden Spaltung von C3.
  • Bitte zuordnen: Welches der folgenden komplementregulatorischen Proteine A–C gehört zu welcher pathologischen Veränderung (1–3), die sich entwickelt, wenn der Faktor seine Funktion nicht erfüllt?
    A. C1INH
    B. Faktor H/Faktor I
    C. DAF
    1. atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom
    2. erbliches Angioödem
    3. paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

    Lösung

    A, 2; B, 1; C, 3. Der klassische Komplementweg kann bei mehreren Schritten reguliert werden und fehlerhafte regulatorische Proteine können zu multiplen Krankheitsbildern führen. So wird beispielsweise die Aktivierung von C1 durch die Plasma-Serinprotease C1INH kontrolliert; ein Mangel dieses regulatorischen Proteins führt zu einer episodischen Aktivierung des Komplementsystems und kann zu einem erblichen Angioödem führen. Das entscheidende Gleichgewicht zwischen Regulation und Aktivierung zeigt sich auch bei heterozygoten Mutationen in Faktor H, Faktor I oder MCP. Die resultierende Haploinsuffizienz verschiebt das Gleichgewicht zugunsten der Komplementaktivierung und führt zu einer Prädisposition für das atypische hämolytische Urämiesyndrom. Eine Fehlfunktion membrangebundener regulatorischer Proteine kann auch ein Krankheitsbild hervorrufen. So können beispielsweise Mutationen in dem Enzym, das für die Synthese des Glykosylphosphatidylinositol-(GPI-)Schwanzes zuständig ist, der DAF (und CD59) in der Membran verankert, zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie führen.
  • Multiple Choice: Bei Krankheiten wie der Cryoglobinämie und dem systemischen Lupus erythematosus kommt es aufgrund der Aktivierung des klassischen Komplementwegs zu einem niedrigen C3- und C4-Spiegel im Blut. Im Gegensatz dazu ist bei Krankheiten wie der C3-Glomerulonephritis (dense deposit disease) der C3-Spiegel verringert, weil der alternative Komplementweg aktiviert wird. Was ist für den C2- und den C4-Spiegel von Patienten zu erwarten, die an C3-Glomerulonephritis leiden?
    A. normal
    B. hoch
    C. niedrig
    D. C4 hoch und C3 niedrig

    Lösung

    A. Patienten mit einer Cryoglobulinämie oder systemischem Lupus erythematosus zeigen einen niedrigen C4- und C3-Spiegel, da diese Autoimmunkrankheiten den klassischen Weg aktivieren. Im Gegensatz dazu wird bei der C3-Glomerulonephritis (dense deposit disease) der alternative Weg aktiviert, in dem C2 oder C4 nicht für die Bildung der C3-Konvertase verwendet werden. Deshalb sind die Spiegel von C2 und C4 im Allgemeinen normal.
  • Richtig oder falsch: Mucine, die an einer mucosalen Oberfläche sezerniert werden, entfalten eine direkte antimikrobielle Aktivität.

    Lösung

    Falsch. Mucine verhindern nur die Anheftung von Mikroorganismen an die Zelloberfläche, zeigen aber keine direkten antimikrobiellen Aktivitäten.
  • Kurze Antwort: Neisseria meningitidis und Staphylococcus aureus verhindern die Komplementaktivierung auf unterschiedliche Weise. Warum ist das so?

    Lösung

    Neisseria meningitidis produziert 1) das Faktor H-bindende Protein, um Faktor H heranzuziehen und C3b zu inaktivieren, und 2) PorA, um das C4b-bindende Protein (C4BP) heranzuziehen und C4b zu inaktivieren.
    Staphylococcus aureus trägt 1) Protein A, das an die Fc Regionen der Immunglobuline bindet und die C2-Bindung stört; 2) die Staphylokinase, die Immunoglobuline spaltet, die an der Oberfläche gebunden sind; sowie 3) den Staphylokokken-Komplementinhibitor (SCIN), der die Aktivität der C3-Konvertase hemmt.
  • Richtig oder falsch: Sowohl die neutrophilen Zellen als auch die Paneth-Zellen des Darms sezernieren antimikrobielle Peptide, beispielsweise Defensine, nur nach einer Stimulation.

    Lösung

    Falsch. Neutrophile Zellen produzieren konstitutiv antimikrobielle Peptide und speichern sie in Granula, setzen sie aber nur frei, wenn sie stimuliert oder aktiviert werden. Paneth-Zellen produzieren und sezernieren antimikrobielle Peptide konstitutiv.
  • Kurze Antwort: Welche zwei Produkte erzeugt die C3-Konvertase? Welche drei Folgeereignisse können durch die Bildung dieser Produkte eintreten und dazu führen, dass ein Mikroorganismus beseitigt wird?

    Lösung

    Alle Komplementwege führen zur Bildung der C3-Konvertase, die C3 zu C3a und C3b spaltet. Die Bildung von C3b führt zur Opsonisierung, zur Bildung des membranangreifenden Komplexes/zur Zelllyse und zur Verstärkung der Antikörperantworten (wenn das Abbauprodukt C3dg gebildet wird). C3a verursacht eine lokale Entzündung (Anlocken von Zellen).
  • Richtig oder falsch: CD21 (CR1) ist ein Komplementrezeptor, der auf B-Zellen exprimiert wird, C3dg (ein Abbauprodukt von C3b) bindet und als Corezeptor Signale verstärkt, sodass die Antikörperreaktion stimuliert wird.

    Lösung

    Richtig.
  • Bitte zuordnen: Welcher Toll-like-Rezeptor gehört zu welchem Liganden?
    A. TLR-2:TLR-1 oder TLR-2:TLR-6
    B. TLR-3
    C. TLR-4
    D. TLR-5
    E. TLR-7
    F. TLR-9
    i. ssRNA
    ii. Lipopolysaccharid
    iii. Lipoteichonsäure und Di?/Triacyllipoproteine
    iv. dsRNA
    v. Flagellin
    vi. nichtmethylierte CpG-DNA

    Lösung

    A, iii; B, iv; C, ii; D, v; E, i; F, vi.
  • Bitte zuordnen: Welche Erbkrankheit hängt mit welchem Gen zusammen?
    A. chronische Granulomatose
    B. X-gekoppelte hypohidrotische ektodermale Dysplasie mit Immunschwäche
    C. Morbus Crohn
    D. X-SCID
    E. SCID (nicht X-gekoppelt)
    F. FCAS-Syndrom
    i. NOD2
    ii. IKKγ (NEMO)
    iii. Jak3
    iv. NADPH-Oxidase
    v. NLRP3
    vi. γc

    Lösung

    A, iv; B, ii; C, i; D, vi; E, iii; F, v.
  • Multiple Choice: Welches der folgenden Symptome tritt bei einer Entzündungsreaktion nicht auf?
    A. lokale Blutgerinnung
    B. Reparatur von geschädigtem Gewebe
    C. Aktivierung der Endothelzellen
    D. verringerte Gefäßdurchlässigkeit
    E. Extravasation von Leukocyten in das entzündete Gewebe

    Lösung

    D. Bei einer Entzündungsreaktion erhöht sich die Gefäßdurchlässigkeit, sodass Serumfaktoren einströmen können und Immunzellen das Blutgefäß verlassen und in das entzündete Gewebe gelangen können.
  • Kurze Antwort: Welcher Unterschied besteht zwischen konventionellen (cDCs) und plasmacytoiden dendritischen Zellen (pDCs)?

    Lösung

    Konventionelle dendritische Zellen sind antigenpräsentierende Zellen, die das angeborene mit dem adaptiven Immunsystem verknüpfen, indem sie Gefahrensignale über PRR integrieren und in costimulierende Signale für ein geeignetes Priming der T-Zellen umwandeln; plasmacytoide dendritische Zellen produzieren hingegen Interferone auf hohem Niveau.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Faktoren ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor?
    A. fMLF-Rezeptor
    B. TLR-4
    C. IL-1R
    D. CD14
    E. STING
    F. B7.1 (CD80)

    Lösung

    A.
  • Richtig oder falsch: Alle Formen der Ubiquitinierung führen zu einem Abbau im Proteasom.

    Lösung

    Falsch. Wie in diesem Kapitel besprochen, aktivieren bestimmte Ubiquitin-Lysin-Verknüpfungen (beispielsweise K63) die zelluläre Signalgebung und dienen nicht der Markierung von Zielsubstraten für den Abbau im Proteasom.
  • Bitte ergänzen:
    A. Toll-like-Rezeptoren (TLRs) enthalten eine cytoplasmatische TIR-Signaldomäne, die auch bei ________ vorkommt.
    B. Cytokinrezeptoren der Hämatopoetinfamilie aktivieren Tyrosinkinasen der ________-Familie, sodass diese Signale aussenden, die ________-Transkriptionsfaktoren rekrutieren, die eine SH2-Domäne besitzen.
    C. Der einzige Rezeptor der verschiedenen TLRs, der seine Signale sowohl über die Adaptorpaare MyD88/MAL als auch über TRIF/TRAM weiterleitet, ist ________.

    Lösung

    A, IL-1R; B, JAK, STATs; C, TLR-4.
  • Richtig oder falsch: Cytosolische DNA wird vom cGAS-Rezeptor erkannt, der seine Signale auf STING überträgt, während cytosolische ssRNA und dsRNA von RIG-I beziehungsweise MDA-5 erkannt werden, die beide stromabwärts mit dem Adaptorprotein MAVS in Wechselwirkung treten.

    Lösung

    Richtig.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft nicht zu?
    A. CCL2 lockt über CCR2 Makrophagen an.
    B. IL-3, IL-5 und GM-CSF sind eine Untergruppe von Klasse-I-Cytokinrezeptoren, die eine gemeinsame β-Kette besitzen.
    C. IL-2, IL-4, IL-7, IL-9, IL-15 und IL-21 besitzen eine gemeinsame γc-Kette.
    D. Das Inflammasom ist ein großes Oligomer, das aus dem Sensor NLRP3, dem Adaptorprotein ASC und Caspase 8 besteht.
    E. CXCL8 lockt neutrophile Zellen über CXCR2 an.
    F. ILC1-Zellen sezernieren IFN-γ, ILC2-Zellen sezernieren IL-4, IL-5 und IL-13, ILC3-Zellen sezernieren IL-17 und IL-22.

    Lösung

    D. Das Inflammasom besteht aus NLRP3, ASC und Caspase 1-Oligomeren. Die Caspase 1 prozessiert Pro-IL-1β zu IL-1β. Die Caspase 8 ist bei der Aktivierung des extrinsischen Apoptoseweges beteiligt.
  • Richtig oder falsch: Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) besitzen killerzellenimmunglobulinähnliche Rezeptoren (KIRs), die Peptide von Krankheitserregern auf körpereigenen MHC-Molekülen erkennen.

    Lösung

    Falsch. NK-Zellen besitzen keine Antigenrezeptoren, und KIR binden zwar an MHC-Klasse-IMoleküle, sind aber keine Antigenrezeptoren, da sie eine breite Reaktivität für verschiedene MHC-Klasse-I-Allele besitzen.
  • Bitte zuordnen: Welche Phase bei der Rekrutierung von neutrophilen Zellen, damit diese zu entzündetem Gewebe wandern, gehört zu welchem entscheidenden Effektor?
    A. Aktivierung der Endothelzellen
    B. Entlangrollen
    C. Integrin der neutrophilen Zellen nimmt eine „aktive“ Form an.
    D. starke Adhäsion
    E. Diapedese
    i. LFA-1 der neutrophilen Zelle interagiert mit ICAM-1 der Endothelzelle.
    ii. lokale Freisetzung von TNF-α und anderen Cytokinen
    iii. CXCL8-Signale über CXCR2 führen zur Aktivierung von Talin.
    iv. CD31 bei Endothelzellen und neutrophilen Zellen
    v. Wechselwirkung von endothelialem P- und E-Selektin mit der sulfatierten Sialyl-Lewisx-Einheit

    Lösung

    A, ii; B, v; C, iii; D, i; E, iv.
  • Kurze Antwort: Welche costimulierenden Moleküle werden nach der Erkennung eines Krankheitserregers auf Makrophagen und dendritischen Zellen induziert und welche Funktion haben sie?

    Lösung

    B7.1 (CD80) und B7.2 (CD86) werden auf Makrophagen und dendritischen Zellen nach der Erkennung von Pathogenen durch PRR exprimiert, sodass CD28-Moleküle auf T-Zellen gebunden werden und ein costimulierendes Signal entsteht.
  • Richtig oder falsch: Aus einem Antikörper, der von Papain proteolytisch gespalten wird, geht ein Fragment hervor, das eine höhere Avidität für das zugehörige Antigen besitzt als der Antikörper, der von Pepsin gespalten wird.

    Lösung

    Falsch. Aus einem Antikörper, der durch Papain proteolytisch gespalten wird, entsteht ein Fragment, das eine geringere Avidität für das kognate Antigen besitzt als bei einem Antikörper, der mit Pepsin gespalten wird, da mit Papain einzelne monomere Fab-Fragmente gebildet werden, ergibt, das eine höhere Avidität besitzt.
  • Kurze Antwort: Warum ist die Bindung der CD4- und CD8-Corezeptoren wichtig für die Signalgebung der T-Zell-Rezeptoren?

    Lösung

    Die Bindung des CD4- und CD8- Co-Rezeptors an MHC ist wichtig für die TCR-Signalgebung, da CD4 und CD8 Lck an ihre cytoplasmatischen Schwänze binden und die Kinase in die Nähe des T-Zell-Rezeptor-Komplexes bringen und so zur Aktivierung der Signalkaskade beitragen, die durch den T-Zell-Rezeptor nach der Antigenerkennung ausgelöst wird.
  • Kurze Antwort: Warum und auf welche Weise ist es vorteilhaft, wenn der MHC-Locus heterozygot ist?

    Lösung

    Heterozygotie am MHC-Locus ist von Vorteil, da durch unterschiedliche Allele die Vielfalt der Peptide größer ist, die von beiden Allelen für ein spezifisches Allel präsentiert werden können. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein aus dem Pathogen stammendes Epitop effektiv erkannt wird.
  • Bitte zuordnen: Welcher Begriff passt am besten zu welcher Beschreibung?
    A. Antigendeterminante
    B. Konformationsepitope, diskontinuierliche Epitope
    C. Lineare Epitope, kontinuierliche Epitope
    D. hypervariable Region
    i. die Struktur (das Epitop), die ein Antikörper erkennt
    ii. Bereiche der V-Region, die eine signifikante Sequenzvariabilität aufweisen
    iii. ein Epitop, das aus einem einzigen Abschnitt einer Polypeptidkette besteht
    iv. ein Epitop, das sich aus Aminosäuren von verschiedenen Teilen einer Polypeptidkette zusammensetzt, die durch die Proteinfaltung zusammengebracht werden

    Lösung

    A, i; B, iv; C, iii; D, ii.
  • Bitte ergänzen: Die meisten Vertebraten, so auch der Mensch und die Maus, produzieren Antikörper, die aus ________ und ________ Ketten bestehen. Diese enthalten ________ Regionen, die Antigene erkennen, und ________ Regionen, welche die Klasse und den Isotyp der Antikörper festlegen. Camelidae und Knorpelfische produzieren jedoch ________ beziehungsweise ________, welche die Grundlage für die Herstellung von Einzelkettenantikörpern für klinische Anwendungen bilden.

    Lösung

    schweren, leichten, variable (V-), konstante (C-), nur Ig mit schweren Ketten (hcIgG), neue Immunoglobulin-Antigenrezeptoren (IgNAR)
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft nicht zu?
    A. Die α- und die β-Kette der T-Zell-Rezeptoren lagern sich zusammen, aber die α-Kette kann durch eine γ- oder eine δ-Kette ersetzt werden.
    B. Zwischen geladenen Aminosäuren kommt es zu elektrostatischen Wechselwirkungen (beispielsweise in Form einer Ionenbindung).
    C. Zwischen zwei hydrophoben Oberflächen kommt es zu hydrophoben Wechselwirkungen, wodurch Wasser ausgeschlossen wird.
    D. Antikörper enthalten in ihrer Antigenbindungsstelle häufig mehrere aromatische Aminosäuren wie Tyrosin.
    E. Die MHC-Restriktion ist ein Effekt, durch den T-Zellen eine spezifische Gruppe von Peptiden erkennen, die an ein bestimmtes MHC-Molekül gebunden ist.

    Lösung

    A. Durch die Rekombination der TCRα-Kette wird der Locus der TCRδ-Kette entfernt, sodass ausgeschlossen ist, dass während der T-Zell-Entwicklung gleichzeitig ein αβ- und ein γδ TCR exprimiert werden.
  • Multiple Choice: Welches der folgenden Immunglobuline kommt bei ausgewachsenen gesunden Menschen oder Mäusen am häufigsten vor?
    A. IgA
    B. IgD
    C. IgE
    D. IgG
    E. IgM

    Lösung

    D.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen beschreibt die Struktur einer Immunglobulinfaltung?
    A. zwei antiparallele β-Faltblätter mit einem α-helikalen Verbindungsstück und einer Disulfidbrücke als Verknüpfung
    B. zwei β-Stränge, die durch eine Disulfidbrücke verbunden sind
    C. vier ?-Helices, die durch zwei Disulfidbrücken verbunden sind
    D. sieben antiparallele α-Helices nacheinander
    E. ein β-Sandwich aus zwei β-Faltblättern, die zusammengefaltet und durch eine Disulfidbrücke verbunden sind

    Lösung

    E.
  • Multiple Choice: Antikörper sind an verschiedenen Stellen im Molekül beweglich, besonders in der Gelenkregion zwischen der Fc- und der Fab-Region sowie zu einem gewissen Maß an der Verbindungsstelle zwischen der V- und der C-Region. Welche der folgenden Eigenschaften eines Antikörpers werden durch diese Flexibilität nicht beeinflusst?
    A. Bindung kleiner Antigene (Haptene)
    B. Avidität gegenüber einem Antigen
    C. Affinität gegenüber einem Antigen
    D. Wechselwirkung mit antikörperbindenden Proteinen
    E. Bindung von räumlich getrennten Antigenen

    Lösung

    C. Die Affinität wird nur durch die Antigenbindungsstelle bestimmt.
  • Multiple Choice: Welche Region des Antigenrezeptors der B- und der T-Zellen besitzt für die Antigenerkennung und die Antigenspezifität die größte Bedeutung?
    A. FR1
    B. CDR1
    C. FR2
    D. CDR2
    E. FR3
    F. CDR3
    G. FR4

    Lösung

    F.
  • Richtig oder falsch: Eine sich entwickelnde T-Zelle kann durch Zufall sowohl ein α:β-Heterodimer als auch ein γ:δ-Heterodimer exprimieren, wenn alle Loci erfolgreich rekombiniert werden.

    Lösung

    Falsch. Durch die Rekombination der TCRα-Kette wird der Locus der TCRδ-Kette entfernt, so dass bei der Entwicklung der T-Zellen die gemeinsame Expression eines αβ- und eines γδ-TCR nicht möglich ist.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Faktoren, der an der Rekombination der Antigenrezeptoren beteiligt ist, kann entfernt werden, ohne dass die Rekombination der Antigenrezeptoren verhindert wird?
    A. Artemis
    B. TdT
    C. RAG-2
    D. Ku
    E. XRCC4

    Lösung

    B. TdT fügt N-Nucleotide hinzu und ist notwendig, um die enorme Vielfalt der CDR3-Region hervorzubringen, ist aber für die Rekombination nicht erforderlich. Die Rekombinasen RAG-1 und RAG-2 sowie alle DNA-Reparaturenzyme sind jedoch für eine adäquate Rekombination Bildung der Antigenrezeptoren notwendig.
  • Richtig oder falsch: Sowohl B- als auch T-Zellen können im Zusammenhang mit einer Immunantwort die somatische Hypermutation ihres Antigenrezeptors durchführen, um die Affinität gegenüber Antigenen zu erhöhen.

    Lösung

    Falsch. B-Zellen durchlaufen auch nach der B-Zell-Entwicklung und -Reifung eine somatische Hypermutation und Affinitätsreifung, nicht jedoch die T-Zellen.
  • Kurze Antwort: Welche vier Prozesse tragen zur enormen Vielfalt der Antikörper und B-Zell-Rezeptoren bei?

    Lösung

    Die vier Mechanismen, die zur enormen Vielfalt der Antikörper und B-Zell-Rezeptoren beitragen, sind die kombinatorische Diversität aufgrund der verschiedenen V(D)J-Verknüpfungen; die junktionale Diversität durch die Aktivitäten von Artemis, Exonucleasen und TdT; unterschiedliche Paarungen von schweren und leichten Ketten sowie die somatische Hypermutation während einer Immunantwort.
  • Bitte zuordnen: Welche Proteine besitzen welche Funktionen?
    A. RAG-1 und RAG-2
    B. Artemis
    C. TdT
    D. DNA-Ligase IV und XRCC4
    E. DNA-PKcs
    i. matrizenunabhängiges Anfügen von N-Nucleotiden
    ii. Nucleaseaktivität zum Aufschneiden der DNA-Haarnadelstruktur
    iii. Erkennung von RSSs und Erzeugung eines Einzelstrangbruchs
    iv. Verknüpfung von DNA-Enden
    v. Bildung eines Komplexes mit Ku, der die DNA zusammenhält und Artemis phosphoryliert

    Lösung

    A, iii; B, ii; C, i; D, iv; E, v.
  • Kurze Antwort: Was bedeutet die 12/23-Regel und wie stellt diese sicher, dass die V(D)J-Segmentverknüpfung korrekt abläuft?

    Lösung

    Die 12/23-Regel besagt, dass eine RSS, die einen 12 bp-Spacer enthält, nur mit einer RSS rekombinieren und verknüpft werden kann, die einen 23 bp-Spacer enthält. Dadurch ist sichergestellt, dass bei den Loci der schweren Kette sowie der TCRβ- und TCRδ-Kette die D Segmente nur mit J-Segmenten und V-Segmenten verknüpft werden können, und bei den Loci der leichten Kette sowie der TCRα- und TCRγ-Kette V-Segmente nur mit J-Segmenten.
  • Bitte zuordnen: Welche Erkrankung gehört zu welchem Gendefekt?
    A. Ataxia telangietatica
    B. IR-SCID
    C. Omenn-Syndrom
    i. Mutationen in RAG-1 oder RAG-2 führen zu einer geringeren Aktivität der Rekombinase
    ii. Mutationen in ATM
    iii. Mutationen in Artemis

    Lösung

    A, ii; B, iii; C, i.
  • Bitte zuordnen: Welche Immunglobulinklasse besitzt welche Hauptfunktion?
    A. IgA; B. IgD; C. IgE; D. IgG; E. IgM
    i. im Serum vorherrschend und bei einer Immunantwort stark induziert
    ii. wird nach der Aktivierung einer B-Zelle zuerst exprimiert
    iii. Immunabwehr in den Schleimhäuten
    iv. Abwehr von Parasiten, aber auch bei allergischen Krankheiten von Bedeutung
    v. Funktion noch nicht genau bekannt; fungiert möglicherweise als B-Zell-Hilfsrezeptor

    Lösung

    A, iii; B, v; C, iv; D, i; E, ii.
  • Bitte ergänzen: Von den fünf verschiedenen Antikörperklassen werden zwei als Oligomere exprimiert, ________ als Dimer, ________ als Pentamer. Beide enthalten im Komplex aus mehreren Untereinheiten ein/e ________. IgM und ________ werden beide auf der Oberfläche von reifen B-Zellen exprimiert und leiten sich von demselben mRNA-Transkript ab. Das Expressionsgleichgewicht zwischen beiden wird durch eine/n alternative/n ________ bestimmt und vom snRNP ________ reguliert. Der Prozess, der die Produktion der membrangebundenen gegenüber der sezernierten Form von Antikörpern reguliert, wird von den beiden Faktoren ________ und ________ bestimmt. Die Fcγ-Rezeptoren auf Makrophagen und neutrophilen Zellen binden die Fc-Regionen der Antikörperisotypen ________ und ________ der IgG-Klasse. Mastzellen, basophile Zellen und aktivierte eosinophile Zellen tragen jedoch Fcε-Rezeptoren, die an Antikörper der ________-Klasse binden. Antikörper der IgA- und IgG-Klasse können an ________ binden, wodurch sie aktiv zu den verschiedenen Körpergeweben transportiert und in den Glomeruli der Niere resorbiert werden, sodass ein Verlust verhindert und ihre Halbwertszeit erhöht wird.

    Lösung

    IgA, IgM, J-Kette, IgD, Spleißvorgang, ZFP318, CstF-64, ELL2, IgG1, IgG3, IgE, FcRn.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft in Bezug auf die Evolutionsgeschichte des adaptiven Immunsystems nicht zu?
    A. Die adaptive Immunität ist plötzlich während der Evolution entstanden.
    B. Bei Taufliegen und Stechmücken zeigt das sezernierte Dscam-Protein Diversität aufgrund eines alternativen Spleißens der Exons, die in großer Zahl vorhanden sind, während Süßwasserschnecken in den FREP-Genen eine Diversität aufweisen, die durch unterschiedliche Anhäufung von genomischen Mutationen in diesen Genen entsteht.
    C. Kieferlose Fische rekombinieren die VLR-Gene während der DNA-Replikation, sodass in diesen Genen eine Diversität entsteht. Die Gene werden in Form von Oberflächenmolekülen exprimiert, die durch einen GPI-Anker an den Lymphocyten befestigt sind; außerdem gibt es sezernierte Formen.
    D. RAG-1 entstand aus einer Transposase, während die RSS-Sequenz, die das Protein erkennt, aus den endständigen Sequenzwiederholungen eines DNA-Transposons hervorging.
    E. Die MHC-Klasse-I- und Klasse-II-Gene sind in Knorpelfischen vor den T-Zellen und Immunglobulinen entstanden.

    Lösung

    E. Die MHC-Klasse-I- und -Klasse-II-Gene sind zur selben Zeit entstanden wie die T-Zellen und Immunglobuline der Knorpelfische.
  • Kurze Antwort: Dendritische Zellen können exogene Antigene effizient aufnehmen und den T-Zellen auf MHC-Klasse-I-Molekülen präsentieren. Wie unterscheiden sie sich dadurch von allen anderen Körperzellen und warum ist das von Bedeutung?

    Lösung

    Die Präsentation exogener Antigene auf MHC-Klasse-I-Molekülen bezeichnet man als Kreuzpräsentation. Diese ist von großer Bedeutung, da es so den dendritischen Zellen möglich ist, eine CD8-T-Zell-Antwort gegen Bakterien oder Viren auszulösen, ohne dass sie selbst infiziert sind. Alle Zellen mit einem Zellkern können Antigene durch MHC-Klasse-I-Moleküle präsentieren. Jedoch können alle Zellen außer den dendritischen Zellen nur cytosolische Antigene präsentieren, die in das endoplasmatische Reticulum transportiert wurden, wo sie auf MHC-Klasse-I-Moleküle geladen werden.
  • Bitte zuordnen: Welcher Begriff gehört zu welcher Beschreibung?
    A. Proteasom
    B. 20S-Core-Komplex
    C. LMP2, LMP7, MECL-1
    D. PA28
    E. Lysin-48-Ubiquitin
    i. verdrängt die konstitutiven β-Untereinheiten der katalytischen Kammer als Reaktion auf Interferone
    ii. besteht aus einem katalytischen Core-Komplex und zwei regulatorischen 19S-Cap-Komplexen
    iii. großer zylindrischer Komplex aus 28 Untereinheiten, die in vier gestapelten Ringen angeordnet sind
    iv. markiert Proteine für den Abbau
    v. bindet an das Proteasom und erhöht die Freisetzungsrate der Peptide aus dem Proteasom

    Lösung

    A, ii; B, iii; C, i; D, v; E, iv.
  • Richtig oder falsch: Die Oberflächenexpression von MHC-Klasse-I-Molekülen wird von der Transportkapazität der Zelle für Peptide in das endoplasmatische Reticulum nicht beeinflusst.

    Lösung

    Falsch. Eine in vitro-Untersuchung von mutierten Zellen, die keine Peptide in das endoplasmatische Reticulum transportieren können, zeigte, dass die Expression von MHC-Klasse-I-Molekülen an der Oberfläche dadurch beeinflusst wird. Dieser Defekt ließ sich durch Hinzufügen synthetischer Peptide zum Kulturmedium aufheben.
  • Bitte ergänzen: Polypeptide, die für die Zellmembran bestimmt sind, werden in das Lumen des endoplasmatischen Reticulums transloziert, was jedoch verwirrend ist, da die von MHC-Klasse-Molekülen-I präsentierten Peptide im ________ vorkommen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Präsentation der cytosolischen Peptide von einer Familie von ABC-Transportproteinen (________) ermöglicht wird, die den ATP-abhängigen Transport von Peptiden in das Lumen des ________ bewerkstelligen. Dieser Transporterkomplex besitzt nur eine begrenzte Spezifität für die transportierten Peptide; so sind beispielsweise die Peptide im Allgemeinen ________ Aminosäuren lang und der Transport wird bei ________ Resten im Carboxyterminus begünstigt und bei ________ Resten in den ersten ________ aminoterminalen Aminosäuren gehemmt.

    Lösung

    Cytosol, TAP1/2, endoplasmatischen Reticulums, 8–16, hydrophoben, Prolin-, drei.
  • Multiple Choice: Dendritische CD8-Zellen besitzen die besondere Eigenschaft, Antigene sehr effektiv in Form einer Kreuzpräsentation darzubieten. Welche der folgenden Kombinationen beinhaltet einen Transkriptionsfaktor, der für die Entwicklung der dendritischen CD8-Zellen essenziell ist, und einen nur von diesen Zellen exprimierten Oberflächenmarker?
    A. CIITA, CD74
    B. BATF3, CD4
    C. CIITA, CD94
    D. BATF3, XCR1

    Lösung

    D. Dendritische CD8-Zellen benötigen BATF3 für ihre Entwicklung und können mithilfe von XCR1 eindeutig identifiziert werden.
  • Bitte zuordnen: Welcher Begriff gehört zu welcher Beschreibung?
    A. TRIC
    B. ERAAP
    C. Calnexin
    D. ERp57
    E. Tapasin
    i. hält die α-Kette der MHC-Klasse-I-Moleküle in einem teilweise gefalteten Zustand
    ii. schützt Peptide, die im Cytosol erzeugt werden, vor einem vollständigen Abbau
    iii. bildet eine Brücke zwischen dem MHC-Klasse-I-Molekül und dem TAP-Komplex
    iv. verkürzt den Aminoterminus von Peptiden, die für eine Bindung durch MHC zu lang sind
    v. öffnet und schließt während der Peptidbeladung Disulfidbrücken in der MHC-Klasse-I-?-Domäne

    Lösung

    A, ii; B, iv; C, i; D, v; E, iii.
  • Richtig oder falsch: MHC-Klasse-II-Moleküle präsentieren keine cytosolischen Antigene.

    Lösung

    Falsch. Cytosolische Proteine entstehen höchstwahrscheinlich beim natürlichen Vorgang der Autophagie, indem cytosolische Proteine für die Präsentation auf MHC-Klasse-II-Molekülen prozessiert werden. Dabei werden geschädigte Organellen oder Proteine in die Lysosomen aufgenommen.
  • Bitte zuordnen: In welcher Reihenfolge geht die MHC-Klasse-II-Prozessierung in einer antigenpräsentierenden Zelle vor sich?
    _____ Abspaltung der Trimerisierungsdomäne CD74
    _____ Translokation des MHC-Klasse-II-Moleküls in das endoplasmatische Reticulum
    _____ Cathepsin S spaltet LIP22 und das CLIP-Fragment verbleibt auf dem MHC-Molekül
    _____ CD74-Trimere binden nichtkovalent an MHC-Klasse-II-?:?-Heterodimere
    _____ HLA-DM katalysiert die Freisetzung von CLIP und stimuliert das Peptid-Editing
    _____ Calnexin setzt MHC-Klasse-II-Heterodimere für den Transport zu einem endosomalen Kompartiment mit niedrigem pH-Wert frei

    Lösung

    4, 1, 5, 2, 6, 3.
  • Multiple Choice: Bei welchem der folgenden Proteine führt eine Funktionsstörung dazu, dass kein Priming von CD8-T-Zellen mehr möglich ist?
    A. HLA-DM
    B. Cathepsin S
    C. TAP1/2
    D. CD74

    Lösung

    C. Tap1/2.
  • Multiple Choice: Eine Funktionsstörung in welchem der folgenden Proteine führt dazu, dass die Präsentation cytosolischer Peptide durch MHC-Klasse-II-Moleküle reduziert ist?
    A. IRGM3
    B. BATF3
    C. MARCH-1
    D. TAP1/2

    Lösung

    A. IRGM3.
  • Richtig oder falsch: Superantigene induzieren keine adaptive Immunantwort und wirken unabhängig von peptidspezifischen MHC-TCR-Wechselwirkungen?

    Lösung

    Richtig. Superantigene stimulieren eine unkontrollierte und unspezifische Vermehrung der T-Zellen, was zur Immunsuppression und einer systemischen Toxizität führt. Die Aktivität von Superantigenen beruht darauf, dass sie als vollständige Proteine binden, bei einer Fragmentierung verlieren sie diese Eigenschaft.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Polymorphismen an jedem Locus können potenziell die Anzahl der verschiedenen MHC-Moleküle verdoppeln, die ein Individuum exprimieren kann.
    B. Pathogene können dem Immunsystem entkommen, indem das immundominante Epitop mutiert, wodurch die Affinität des zugehörigen MHC-Allel-Produkts verlorengeht.
    C. Pathogene verursachen keinen Evolutionsdruck zur Selektion von MHC-Allelen, die einen Schutz gegenüber diesen Pathogenen bewirken.
    D. Die DR?-Kette und das homologe Protein der Maus E? sind monomorph.α

    Lösung

    C. Bei einigen Pathogenen ließ sich zeigen, dass sie einen Evolutionsdruck zur Selektion spezifischer Allele hervorrufen. So kommt beispielsweise bei den Menschen in Westafrika, wo Malaria endemisch auftritt, das Allel HLA-B53 sehr häufig vor. Es steht im Zusammenhang mit der Erholung von einer potenziell tödlichen Form von Malaria. In Regionen jedoch, in denen die Malaria selten auftritt, ist die Allelhäufigkeit von HLA-B53 gering.
  • Richtig oder falsch: Klassische MHC-Klasse-I-Moleküle sind hochgradig polymorph, während MHC-Klasse-Ib-Moleküle oligomorph sind.

    Lösung

    Richtig.
  • Bitte zuordnen: Welche Beschreibung gehört zu welchem MHC-Klasse-Ib-Molekül?
    A. H2-M3 i. präsentiert mikrobielle Folsäuremetaboliten
    B. MIC-A ii. bindet α-GalCer
    C. CD1d iii. präsentiert N-formylierte Peptide
    D. MR1 iv. bindet NKG2D

    Lösung

    A, iv; B, iii; C, i; D, ii.
  • Richtig oder falsch: Antigenrezeptoren enthalten eine eigene Kinaseaktivität, die cytoplasmatische Proteine phosphorylieren kann und dadurch nachgeschaltete Signalereignisse ermöglicht.

    Lösung

    Falsch. Antigenrezeptoren besitzen keine intrinsische enzymatische Aktivität. Sie hängen von Corezeptoren und Adaptorproteinen ab, die nach der Bindung eines Antigens an den Rezeptor cytoplasmatische Tyrosinkinasen heranziehen und aktivieren.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden Rezeptoren sind Rezeptortyrosinkinasen (RTKs), Rezeptor-Serin/Threonin-Kinasen (RSTK) oder besitzen keine eigene enzymatische Aktivität?
    A. ____ Kit
    B. ____ B-Zell-Rezeptor
    C. ____ FLT3
    D. ____ TGF-β-Rezeptor

    Lösung

    A: RTK; B: keine; C: RTK; D: RSTK.
  • Kurze Antwort: Wie können Gerüst- und Adaptorproteine die Signalreaktionen beeinflussen, wenn sie doch keine eigene enzymatische Aktivität besitzen?

    Lösung

    Gerüstproteine können von sich aus Signalproteine und ihre Substrate spezifisch an eine bestimmte Stelle bringen, etwa an die Zellmembran. Dadurch kann sich die Effektivität und Spezifität der Proteinenzyme ändern und es kann zu Konformationsänderungen kommen, die die Aktivität beeinflussen oder bestimmte Domänen zugänglich machen. Adaptorproteine funktionieren ähnlich, indem sie zwei oder mehr Proteine koppeln, sodass sie aufeinander einwirken oder eine gemeinsame Aktivität entfalten.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Veränderungen kann zu einer erhöhten Aktivität von Ras führen?
    A. eine Mutation, welche die GTPase-Aktivität von Ras steigert
    B. Überexpression von GEF
    C. Entfernen von GTP aus dem Cytoplasma
    D. Überexpression von GAP
    E. eine Mutation, die Ras für die Aktivitäten der GAP unzugänglich macht

    Lösung

    B und E. Jede Veränderung, durch die GTP an Ras länger gebunden bleibt, führt zu einer verstärkten Aktivität. GEFs erhöhen die Aktivität von Ras, indem sie den Austausch von GDP gegen GTP katalysieren. GAPs verringern jedoch die Ras-Aktivität, da sie die GTPase-Aktivität von Ras verstärken, was wiederum zur Hydrolyse von GTP zu GDP führt.
  • Bitte zuordnen: In welcher Reihenfolge [1, 2, 3, 4, 5] treten unmittelbar nach der Aktivierung eines T-Zell-Rezeptors folgende Signalereignisse auf?
    _____ Die durch Gads verknüpften Gerüstproteine LAT und SLP-76 werden phosphoryliert.
    _____ ZAP-70, eine Kinase mit zwei tandemartig angeordneten SH2-Domänen, bindet an ITAM-Sequenzen.
    _____ Rekrutierung und Aktivierung von Proteinen mit SH2-, PH- und PX-Domäne
    _____ Die PI-3-Kinase wird aktiviert und produziert PIP3.
    _____ Phosphorylierung von ITAM-Sequenzen durch die Kinase Lck aus der Familie der Src-Kinasen

    Lösung

    3; 2; 5; 4; 1.
  • Bitte ergänzen: Setzen Sie die passenden Begriffe aus der Liste in die Leerstellen in den Aussagen. Jeder Begriff kommt nur einmal vor.
    PH/PX; PLC-γ; SH2; ADAP; Vav; PI-3-Kinase; LAT:Gads:SLP-76; Akt
    Signale von Antigenrezeptoren führen zu vielen nachgeschalteten Signalereignissen, von denen viele Signalwege oder -module abzweigen. Diese können durch den Gerüstkomplex ________, die Erzeugung von PIP3 aus PIP2 durch das Enzym ________ oder durch beide Effekte aktiviert werden. Phosphorylierte Tyrosinreste auf dem Gerüstkomplex rekrutieren Proteine, die ________-Domänen enthalten, während PIP3 Proteine mit ________-Domänen heranzieht. Diese vier Module sind die Aktivierung der (1) ________, die PIP2 in DAG und IP3 spaltet, von (2) ________, das an PIP3 bindet und den mTOR-Weg durch Phosphorylierung und Inaktivierung des TSC-Komplexes aktiviert, von (3) ________, ein Adaptorprotein, das SKAP55 und RIAM rekrutiert, und von (4) ________, ein GEF, der die Aktivierung von WASp hervorruft. Diese Signalwege führen letztendlich zu einer verstärkten Transkription von entscheidenden Genen, einer erhöhten Aktivität des zellulären Stoffwechsels, einer gesteigerten Zelladhäsion beziehungsweise zur Actinpolymerisierung.

    Lösung

    LAT:Gads:SLP-76; PI-3-Kinase; SH2; PH/PX; PLC-γ; Akt; ADAP; Vav.
  • Bitte zuordnen: Welches kleine G-Protein (welche kleine GTPase) besitzt welche Funktion?
    A. _____ Ras
    B. _____ Cdc42 (Rho-Familie)
    C. _____ Rap1
    D. _____ Rheb
    i. WASp; Actinpolymerisierung
    ii. mTOR; zellulärer Stoffwechsel
    iii. LFA-1-Zusammenlagerung; Zelladhäsion
    iv. MAPK-Weg; Zellproliferation

    Lösung

    A: iv; B: i; C: iii; D: ii.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Eine K63-Polyubiquitinierung führt zu nachgeschalteten zellulären Signalen.
    B. Eine K48-Polyubiquitinierung führt zum Abbau durch das Proteasom.
    C. Es gibt drei Enzymfamilien für die Ubiquitinierung: E1 (ubiquitinaktivierende Enzyme), E2 (ubiquitinverknüpfende Enzyme) und E3 (Ubiquitin-Ligasen). Cbl ist ein E3-Enzym, das sein Zielmolekül über eine SH2-Domäne ansteuert.
    D. Eine Mono- oder Diubiquitinierung von Zelloberflächenrezeptoren führt zum Abbau im Proteasom.

    Lösung

    D. Die Mono- und Di-Ubiquitinierung von Oberflächenrezeptoren führt zur Erkennung durch ubiquitinbindende Proteine, die den Rezeptor zum Abbau in den Lysosomen markieren.
  • Bitte zuordnen: Welche Krankheit des Menschen hängt mit welchem Gen zusammen?
    A. X-gekoppelte Agammaglobulinämie
    B. Wiskott-Aldrich-Syndrom
    C. schwerer kombinierter Immundefekt
    D. X-gekoppelte hypohidrotische ektodermale Dysplasie mit Immunschwäche
    i. ORAI1
    ii. NEMO
    iii. Btk
    iv. WASp

    Lösung

    A: iii; B: iv; C: i; D: ii.
  • Bitte ergänzen: Nennen Sie das entsprechende Gegenstück zum Rezeptor/zur Signalkomponente bei der T- beziehungsweise B-Zelle.
    T-Zelle
    B. CD3ε:CD3δ:(CD3γ)2:(CD3ζ)2
    D. CD28
    E. LAT:Gads:SLP-76
    B-Zelle
    A. CD21:CD19:CD81
    C. Fyn, Blk, Lyn
    F. Syk

    Lösung

    A: Igα:Igβ; B: CD4 or CD8; C: CD40; D: Lck; E: ZAP-70, F: SLP-65 (BLNK).
  • Richtig oder falsch: CTLA-4 und PD-1 sind ITIM-haltige inhibitorische Rezeptoren, die den costimulierenden Signalwegen durch die Aktivierung intrazellulärer Protein- und/oder Lipidphosphatasen entgegenwirken.

    Lösung

    Falsch. PD-1 enthält ITIM-Sequenzen, die nach der Ligandenbindung die Proteintyrosinphosphatase SHP und die Inositolphosphatase SHIP heranziehen und aktivieren. CTLA-4 enthält hingegen keine ITIM-Sequenz oder ein anderes kanonisches inhibitorisches Sequenzmotiv. Man nimmt an, dass CTLA-4 costimulierende Signalwege stört - etwa durch CD28 -, indem CTLA-4 die CD28-Liganden B7.1 (CD80) und B7.2 (CD86) mit höherer Affinität bindet und von CD28 abzieht.
  • Multiple Choice: Die intravenöse Verabreichung von exogenem Immunglobulin ist eine häufig angewandte Therapiemethode für Autoimmunkrankheiten, bei denen es zur Produktion von Autoantikörpern (gegen körpereigene Antigene) kommt. Es hat sich herausgestellt, dass das Vorkommen von Sialinsäure auf den verabreichten Antikörpern für die Unterdrückung der Autoantikörperproduktion durch die B-Zellen des Patienten von entscheidender Bedeutung ist. Welcher der folgenden Rezeptoren ist möglicherweise für die Unterdrückung der Antikörperproduktion in den B-Zellen verantwortlich?
    A. FcγRII-B
    B. CD22
    C. PD-1
    D. CD40
    E. BTLA

    Lösung

    B. CD22 ist ein inhibitorischer Rezeptor auf B-Zellen, der Sialylsäure-haltige Glykoproteine bindet, die vor allem auf Säugerzellen vorkommen. Antikörper sind stark sialylisierte Glykoproteine und können daher auf B-Zellen inhibitorisch wirken, wenn sie in großer Menge produziert werden. Das dient als negativer Rückkopplungsmechanismus für die Produktion von Antikörpern, wobei es auch durch andere inhibitorische Rezeptoren (etwa FcγRIIB) hier und in anderen Zusammenhängen zu einer negativen Rückkopplung kommen kann.
  • Richtig oder falsch: Die Entwicklung der B-Zellen wird bei Mäusen nicht vom Fehlen der gemeinsamen Cytokinrezeptor-γ-Kette (γc) beeinflusst.

    Lösung

    Falsch. Der IL-7-Rezeptor entsteht durch die Dimerisierung der α-Kette des IL-7-Rezeptors und der gemeinsamen γ-Kette. Aufgrund der Bedeutung von IL-7 für die Entwicklung der B-Zellen bei der Maus zeigen alle Mäuse mit einem genetischen Defekt in IL-7, in α- oder γ-c des IL-7-Rezeptors eine gravierende Blockade der B-Zell-Entwicklung.
  • Bitte ergänzen: Die Entwicklung der B-Zellen wird durch die Expression verschiedener Transkriptionsfaktoren reguliert, die die Genumlagerung und den erfolgreichen Übergang in das nächste Entwicklungsstadium ermöglichen. So wird beispielsweise während des ________-Stadiums die Expression von RAG-1 und RAG-2 durch ________ induziert, sodass eine erfolgreiche D-J-Umlagerung und dann die V-DJ-Umlagerung am Locus der schweren Kette möglich werden. In der Folge wird ein funktionsfähiger ________ exprimiert und durch ein Signal wird die Zelle veranlasst, eine ________ durchzuführen, die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen und den Locus der leichten Kette umzulagern.

    Lösung

    frühen Pro-B-Zell-; E2A und EBF; Prä-B-Zell-Rezeptor; Allelausschluss.
  • Richtig oder falsch: Die Erkennung von Autoantigenen ist notwendig, damit der Prä-B-Zell-Rezeptor quervernetzt wird, wodurch wiederum der Komplex ein Signal aussenden kann und der Übergang von der Pro-B-Zelle zur Prä-B-Zelle möglich wird.

    Lösung

    Falsch. Der Prä-B-Zell-Rezeptor enthält das Protein VpreB, das die Quervernetzung mit benachbarten B-Zell-Rezeptoren vermittelt und nicht von der Erkennung von Selbst-Antigenen abhängt.
  • Bitte zuordnen: Zu welchem B-Zell-Stadium gehört welcher Begriff?
    A. frühe Pro-B-Zelle
    B. kleine Prä-B-Zelle
    C. unreife B-Zelle
    D. späte Pro-B-Zelle
    E. große Prä-B-Zelle
    i. V-DJ-Umlagerung (schwere Kette)
    ii. D-J-Umlagerung (schwere Kette)
    iii. Expression des Prä-B-Zell-Rezeptors
    iv. V-J-Umlagerung (leichte Kette)
    v. Oberflächen-IgM

    Lösung

    A: ii; B: iv; C: v; D: i; E: iii. Frühe Pro-B-Zellen beginnen damit, in ihren beiden Allelen der schweren Kette die D–J-Segmente umzulagern. Beim Übergang der frühen Pro-B-Zelle in eine späte Pro-B-Zelle führt am Locus der schweren Kette nur ein Allel die V–DJ-Umlagerung durch. Wenn dadurch ein funktionsfähiger Prä-B-Zell-Rezeptor entsteht, induziert die Signalgebung während des Stadiums der großen Prä-B-Zelle den Vorgang des Ausschlusses und bei dem Allel der schweren Kette, das sich nicht umgelagert hat, wird diese Umlagerung blockiert. Nach mehreren Zellteilungen lagert die kleine Prä-B-Zelle die V–J-Segmente am Locus der leichten Kette um. Bei einer erfolgreichen Umlagerung sowohl der leichten als auch der schweren Kette kann IgM exprimiert werden und die Zelle wird zu einer unreifen B-Zelle.
  • Kurze Antwort: Wie verhindert der Vorgang des Allelausschlusses die Umlagerung des zweiten Locus der schweren Kette und warum ist das von Bedeutung?

    Lösung

    Die Signale des Prä-B-Zell-Rezeptors stimulieren den Allelausschluss durch folgende Mechanismen: 1) Verringerung der Expression von RAG-1 und RAG-2, 2) Markierung von RAG-2 zum Abbau und 3) Verringerung der Zugänglichkeit des unvollständig umgelagerten Locus der schweren Kette für die Umlagerungsfaktoren. Dieser Vorgang ist von großer Bedeutung, da ein erfolgreicher Allelausschluss verhindert, dass eine B-Zelle mehrere Rezeptoren mit unterschiedlichen Antigenspezifitäten exprimiert.
  • Kurze Antwort: Wie können aus einer großen B-Zelle viele B-Zellen mit unterschiedlichen Antigenspezifitäten hervorgehen?

    Lösung

    Eine B-Vorläuferzelle, die ihren Locus für die schwere Kette erfolgreich umgelagert hat, kann sich 30- bis 60-fach vermehren, bevor die Umlagerung des Locus für die leichte Kette beginnt. Dadurch ist es möglich, dass alle kleinen Pro-B-Zellen Rezeptoren mit jeweils unterschiedlichen Antigenspezifitäten produzieren, indem jede Zelle eine andere leichte Kette umlagert und exprimiert, sodass sich die Diversität der B-Zell-Rezeptoren insgesamt erhöht.
  • Bitte zuordnen: Welcher Begriff gehört zu welcher Definition?
    A. Rezeptor-Editing
    B. Isotypausschluss
    C. klonale Deletion
    D. Anergie
    E. immunologische Ignoranz
    i. Ergebnis einer fortbestehenden Autoreaktivität nach erfolglosem Rezeptor-Editing
    ii. Selektion der leichten κ- oder λ-Kette
    iii. Ergebnis eines peripheren Kontakts mit einem schwach quervernetzenden Antigen oder mit einem Antigen mit niedriger Valenz
    iv. Vorgang, durch den der Locus der leichten Kette umgelagert wird, sodass ein nicht autoreaktiver Rezeptor entsteht
    v. B-Zellen, die eine Affinität für ein Autoantigen besitzen, aber aus verschiedenen Gründen nicht darauf reagieren

    Lösung

    A: iv; B: ii; C: i; D: v; E: iii.
  • Richtig oder falsch: Alle doppelt negativen CD4- und CD8-Thymocyten sind unreife T-Zellen.

    Lösung

    Falsch. Diese Population umfasst auch γ:δ-T-Zellen und iNKT-Zellen.
  • Bitte zuordnen: Welches DN-Stadium der T-Zellen gehört zu welchem Expressionsmuster von CD44 und CD25 und zu welcher Umlagerung des T-Zell-Rezeptor-Locus?
    A. DN1
    B. DN2
    C. DN3
    D. DN4
    i. CD44+CD25+, D-J-Umlagerung am Locus der TCRβ-Kette
    ii. CD44+CD25-, Keimbahnlocus des T-Zell-Rezeptors
    iii. CD44niedrigCD25+, V-DJ-Umlagerung am Locus der β-Kette
    iv. CD44-CD25-, funktionelle Umlagerung der β-Kette

    Lösung

    A: ii; B: i; C: iii; D: iv.
  • Bitte ergänzen: Die erfolgreiche Umlagerung des ________ während des DN________-Stadiums ermöglicht die Bildung des Prä-T-Zell-Rezeptors, der in Bezug auf Struktur und Funktion dem Prä-B-Zell-Rezeptor entspricht. Die TCRβ-Kette assoziiert sich selbst mit ________, sodass eine ligandenunabhängige Quervernetzung des Prä-T-Zell-Rezeptors möglich ist. Das führt zu ________, zum Abschalten weiterer ________-Genumlagerungen und zur Expression beider ________. Wie beim Locus der leichten Kette in der B-Zelle, kann der ________ mehrere Umlagerungen durchlaufen, damit ein funktionsfähiges Protein entsteht.

    Lösung

    Gens für die TCR-β-Kette, DN3, Prä-Tα, Zellproliferation, β-Ketten, Corezeptoren CD8 und CD4, Locus der TCR-α-Kette.
  • Bitte zuordnen: Welche Beschreibung passt zu welcher Untergruppe der γ:?-T-Zellen der Maus?
    A. dendritische epidermale T-Zellen
    B. Vγ4+-T-Zellen
    C. Vγ6+-T-Zellen
    D. Vγ1+-T-Zellen
    E. Vγ7+-T-Zellen
    i. können in zwei Untergruppen eingeteilt werden: eine IFN-γ- und IL-4-produzierende Untergruppe sowie eine IFN-?-produzierende Untergruppe
    ii. Zellen, die in den Fortpflanzungstrakt, die Lunge und die Dermis einwandern; nach Stimulation können diese Zellen inflammatorische Cytokine produzieren
    iii. eine Population von sich später entwickelnden γ:δ-T-Zellen, die darauf eingestellt sind, nach ihrer Aktivierung IL-17 zu sezernieren; sie kommen in allen lymphatischen Organen vor
    iv. Zellen, die als Reaktion auf einen Krankheitserreger oder eine Verletzung eine Entzündung hervorrufen, die Wundheilung fördern und Wachstumsfaktoren produzieren können; sie sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr T-Zell-Rezeptor das Vγ5-Segment enthält
    v. sie wandern spezifisch in das Darmepithel

    Lösung

    A: iv; B: iii; C: ii; D: i; E: v.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen beschreibt genau den Unterschied zwischen dem B- und dem T-Zell-Rezeptor?
    A. Die VDJ-Umlagerung der β-Kette des T-Zell-Rezeptors erfolgt bei der T-Zell-Entwicklung anders als beim B-Zell-Rezeptor zuerst; bei Letzterem erfolgt die VDJ-Umlagerung nach der VJ-Umlagerung der leichten Kette.
    B. T-Zellen benötigen nicht die Bildung eines Prä-T-Zell-Rezeptors, um in ihrer Entwicklung voranzuschreiten, anders als bei den B-Zellen, die Signale über den Prä-B-Zell-Rezeptor benötigen, um den Allelausschluss zu durchlaufen und die Entwicklung fortzusetzen.
    C. Durch die Expression des B-Zell-Rezeptors endet die weitere Umlagerung der leichten Kette und es kommt zu einem konsequenten Allelausschluss, während durch die Expression des T-Zell-Rezeptors weitere Umlagerungen der α-Kette nicht verhindert werden, bis durch Peptid:MHC-Komplexe Signale entstehen, was bei vielen T-Zellen dazu führt, dass sie zwei unterschiedliche TCRα-Ketten exprimieren.
    D. TCRα-Ketten können keine weiteren Umlagerungen ausführen, anders als die B-Zell-Rezeptoren, die ein Rezeptor-Editing durchlaufen.

    Lösung

    C. Die Entwicklung der T-Zell-Rezeptoren und B-Zell-Rezeptoren unterscheidet sich darin, inwieweit weitere Umlagerungen unterdrückt werden, sobald der reife Antigenrezeptor exprimiert wird. Dieser Vorgang tritt bei T-Zellen nicht auf, da die RAG-Proteine nach der erfolgreichen Bildung eines T-Zell-Rezeptors nicht herunterreguliert werden. Die Signalgebung durch die Bindung von Peptid:MHC ist notwendig, um weitere Umlagerungen zu unterdrücken. Dadurch können T-Zellen mehrere TCR-α-Ketten exprimieren.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft auf die regulatorischen T-Zellen (Treg-Zellen) zu?
    A. Die Treg-Zellen sind eine Untergruppe der CD8+-T-Zellen, die gegen Zellen, die mit einem Krankheitserreger infiziert sind, eine cytotoxische Aktivität entwickeln können.
    B. Der T-Zell-Rezeptor der Treg-Zellen ist durch eine schwache Affinität für Selbst-MHC gekennzeichnet, die zu Selbst-Toleranz führen kann.
    C. Treg-Zellen exprimieren FoxP3.
    D. Autoimmunität ist häufig eine Folge von überaktiven Treg-Zellen.

    Lösung

    C. Die Treg-Zellen gehören zur CD4+-Linie der T-Zellen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Selbsttoleranz aufrechtzuerhalten. Sie lassen sich aufgrund ihrer Expression von FoxP3 identifizieren. Anders als konventionelle T-Zellen besitzen die Treg-Zelleneine hohe Affinität für MHC:Selbst-Peptid-Komplexe.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Effekte führt nicht zu einem Defekt in der Entwicklung der CD8+-T-Zellen im Thymus?
    A. genetische Inaktivierung von Cathepsin
    B. eine inaktivierende Mutation im Gen für den Transkriptionsfaktor Runx3
    C. Überexpression des Transkriptionsfaktors ThPOK
    D. genetische Deletion der MHC-Klasse-I-Gene
    E. genetische Deletion der β5t-Untereinheit des Proteasoms

    Lösung

    A. Cathepsin L wirkt bei der Prozessierung von Peptiden mit, die auf MHC-Klasse-II-Moleküle geladen werden. Deshalb würde eine Deletion die Entwicklung der CD8+-T-Zellen nicht beeinflussen, die auf MHC-Klasse-I-Molekülen beruht. Runx3 ist ein Transkriptionsfaktor, der für die Entwicklung der CD8+-T-Zellen notwendig ist, und ThPOK, ein Transkriptionsfaktor, der für die Entwicklung der CD4+-T-Zellen notwendig ist, unterdrückt dessen Expression. Die Proteasom-Untereinheit β5T in Zellen des Thymuscortexepithels ist wichtig für die Präsentation von Selbstpeptiden auf MHC-Klasse-I-Molekülen, die die positive Selektion bei sich entwickelnden Thymocyten bewirken.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen erklärt die MHC-Restriktion bei reifen T-Zellen am besten?
    A. Die CDR1- und CDR2-Regionen von TCRα und TCRβ zeigen eine keimbahncodierte Tendenz zur Erkennung von MHC-Molekülen.
    B. Sobald Thymocyten ein starkes Signal des T-Zell-Rezeptors empfangen, wird bei ihnen die Apoptose ausgelöst.
    C. CD4 und CD8 binden fast die gesamte Menge des intrazellulären Lck-Proteins.
    D. Epithelzellen des Thymusmarks exprimieren das AIRE-Protein, das die Expression gewebespezifischer Proteine stimuliert.
    E. Aus dem Knochenmark stammende dendritische Zellen und Makrophagen sind bei der Vermittlung der negativen Selektion viel effektiver als die Thymusepithelzellen und die Thymocyten selbst.

    Lösung

    C. Da CD4 und CD8 an die intrazelluläre Kinase Lck binden, muss der Ligand, den der T-Zell-Rezeptor bindet, ein MHC-Protein sein, da MHC-Proteine auch an CD4 oder CD8 binden und dadurch Lck nahe an den T-Zell-Rezeptor-Komplex bringen und es so zur Phosphorylierung von ITAM-haltigen Schwänzen und einer anschließenden zellulären Signalweiterleitung kommt. So ist die MHC-Restriktion sichergestellt, außer wenn Nicht-MHC-Liganden die CD4- oder CD8-Corezeptoren aktivieren. Ein solches Ereignis würde zu einer ineffizienten Signalübertragung und schließlich zum „Vernachlässigungstod“ des Nicht-MHC-restringierten Thymocyten führen.
  • Kurze Antwort: Wie lautet die Affinitätshypothese für die Entwicklung der Thymocyten?

    Lösung

    Die Affinitätshypothese bezeichnet die Theorie, dass die positive und negative Selektion der Thymocyten durch die Stärke der Bindung von Selbst-Peptid:MHC an den T-Zell-Rezeptor bestimmt wird.
    Nach dieser Hypothese führen Wechselwirkungen mit geringer Affinität zu einer positiven Selektion der Thymocyten, die sonst aufgrund von „Vernachlässigung“ absterben würden, wenn sie nicht zumindest leicht stimuliert werden. Wechselwirkungen mit hoher Affinität führen hingegen zur Apoptose.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft zu?
    A. Der Homöoboxtranskriptionsfaktor Prox1 reguliert die Entwicklung des Arterien- und Venensystems.
    B. Arterien setzen Lymphotoxine frei und regen dadurch nichthämatopoetische LTi-Stromazellen zur Entwicklung von Lymphknoten an.
    C. Lymphotoxin-α3-Signale unterdrücken NFκB, wodurch Cytokine wie CXCL13 exprimiert werden.
    D. Lymphotoxin-α3 bindet an TNFR1 und unterstützt die Entwicklung der zervikalen und mesenterialen Lymphknoten.

    Lösung

    D.
  • Bitte ergänzen: T- und B-Zellen werden über das Blut auf die sekundären lymphatischen Organe verteilt und dort durch Chemokine in ihre abgegrenzten Kompartimente gelenkt. So wird beispielsweise CCL21 von ________ der T-Zell-Zone in der Milz sezerniert und von den ________ in den Lymphknoten dargeboten. Die Signale dieses Chemokins sowie ________-Signale von CCR7 lenken die T-Zellen in die zugehörige T-Zell-Zone. Andererseits ist ________ der Ligand von CXCR5; er wird sezerniert von ________ und lenkt B-Zellen in die ________. T-Zellen können auch auf CXCL13 reagieren, da eine Subpopulation der T-Zellen ________ exprimiert, die dadurch in B-Zell-Follikel einwandern können und sich an der Bildung von Keimzentren beteiligen.

    Lösung

    Stromazellen, HEVs, CCL19, CXCL13, follikulären dendritischen Zellen, Follikel, CXCR5.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen beschreibt Ereignisse, die notwendig sind, damit naive T-Zellen in die Lymphknoten gelangen können?
    A. CCR7-Signale induzieren Gα, was zu einer verringerten Affinität der Integrinbindung führt.
    B. Die erhöhte Expression des S1P-Rezeptors auf naiven T-Zellen stimuliert deren Wanderung in die Lymphknoten.
    C. Das Entlangrollen an der HEV-Wand bringt T-Zellen in Kontakt mit CCL21, wodurch LFA-1 aktiviert und die Wanderung der Zellen unterstützt wird.
    D. Das auf der HEV-Wand exprimierte MAdCAM-1 interagiert mit CD62L auf der T-Zelle und unterstützt das Einwandern in den Lymphknoten.

    Lösung

    C.
  • Kurze Antwort: In einigen Fällen infizieren Herpes-simplex- oder Influenzaviren antigenpräsentierende Zellen aus den peripheren Geweben, die den naiven T-Zellen keine viralen Antigene präsentieren. Wie kann das Immunsystem gegen solche Krankheitserreger eine adaptive Immunantwort entwickeln?

    Lösung

    In der Peripherie infizierte antigenpräsentierende Zellen, die in einen Lymphknoten wandern, können durch die Infektion absterben. Residente dendritische Zellen, insbesondere CD8+- oder BDCA-3+-Zellen, können die absterbenden dendritischen Zellen aufnehmen und die viralen Antigene durch Kreuzpräsentation darbieten.
  • Richtig oder falsch: Die TLR-Stimulation induziert in den dendritischen Zellen die Expression von CCR7, sodass deren Wanderung durch das Blut zu den Lymphknoten gefördert wird.

    Lösung

    Falsch. Die CCR7-Induktion stimuliert die Wanderung der dendritischen Zelle durch das Lymphsystem.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden Anzeichen für eine Aktivierung bei der Reaktion auf ein Pathogen lässt sich den konventionellen dendritischen Zellen (cDCs) zuordnen, welche den plasmacytoiden dendritischen Zellen (pDCs)?
    A. Produktion von CCL18
    B. ständiges Recycling von MHC-Molekülen nach der Aktivierung
    C. Expression von DC-SIGN
    D. Expression von CD80 und CD86
    E. Expression von CD40L nach Stimulation von TLR-9

    Lösung

    cDC, pDC, cDC, cDC, pDC. Die cDC-Aktivierung führt zu wichtigen physiologischen Veränderungen, die das cDC-T-Zell-Priming verstärken. So produzieren cDC-T-Zellen beispielsweise CCL18 und locken so T-Zellen an, sie exprimieren die costimulierenden Moleküle CD80 und CD86 und erhöhen die Expression von Adhäsionsmolekülen wie etwa DC-SIGN. Im Gegensatz dazu setzen die pCD-Zellen nach ihrer Aktivierung das Recycling der MHC-Moleküle fort und exprimieren CD40L nach der Stimulation von TLR-9, sodass die cDC-T-Zellen mehr IL-12 exprimieren können.
  • Kurze Antwort: Wie unterscheidet sich der Vorgang der Antigenpräsentation bei B-Zellen, dendritischen Zellen und Makrophagen im Zusammenhang mit einer Immunantwort?

    Lösung

    Dendritische Zellen überwachen ständig die Gewebe auf eindringende Pathogene. Sie können naive T-Zellen aktivieren, soweit es ihre Wanderfähigkeit, ihre Expression costimulierender Moleküle und ihr anatomischer Aufenthaltsort ermöglichen. Im Gegensatz dazu können Makrophagen nicht in den Lymphknoten wandern und Antigene präsentieren, mit denen sie in der Peripherie in Kontakt kamen. Und die Makrophagen, die sich im Lymphknoten aufhalten, werden größtenteils aus der T-Zell-Zone abgezogen, sodass sie naive T-Zellen weniger gut aktivieren können. Dennoch sind die Antigenpräsentation und Costimulierung in der Peripherie wahrscheinlich wichtig, um lokale T-Zell-Antworten zu verstärken. Andererseits führt die Präsentation von Antigenen durch B-Zellen zu einer Unterstützung durch T-Zellen, sodass die Antikörperproduktion und der Isotypwechsel angeregt werden.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Effekte tritt bei TCR- und CCR7-Signalen übereinstimmend auf?
    A. Aktivierung von Integrinen
    B. positive Selektion
    C. TH1-Induktion
    D. TH2-Induktion

    Lösung

    A. Sowohl CCR7- als auch TCR-Signale induzieren die Aktivierung von LFA-1, sodass die antigenpräsentierende Zelle und die antigenspezifische T-Zelle stabilisiert werden. Bei der Zellwanderung wird so die Diapedese unterstützt, indem die Wechselwirkung verstärkt wird.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Beschreibungen trifft auf einen Mechanismus zu, durch den CD28-Signale die IL-2-Produktion steigern können?
    A. CD28-Signale regen die Expression von Proteinen an, die die IL-2-mRNA stabilisieren.
    B. Die PI-3-Kinase hemmt Akt und unterstützt die IL-2-Expression durch Anhalten des Zellzyklus.
    C. Die PI-3-Kinase unterdrückt die Produktion von AP-1 und NFκB, wodurch die IL-2-Produktion erhöht wird.

    Lösung

    A. CD28-Signale induzieren die Expression von Proteinen, die die Aktivität der destabilsierenden Sequenz AUUUAUUUA in der nichttranslatierten 3?-Region der IL-2-mRNA blockieren.
  • Richtig oder falsch: Bei den meisten Virusinfektionen ist für die Aktivierung der CD8-T-Zellen eine Unterstützung durch CD4-T-Zellen erforderlich.

    Lösung

    Richtig. Aktivierte CD4-T-Zellen induzieren die CD40L-Expression, wodurch die Expression von B7 und 4-1BBL in der antigenpräsentierenden Zelle verstärkt wird. Dies wiederum erhöht die Costimulation der naiven CD8-T-Zelle.
  • Bitte zuordnen: Welches Cytokin von spezifischen Untergruppen der CD4-T-Zellen gehört zu welcher Effektorfunktion?
    A. IL-17
    B. IL-4
    C. IFN-γ
    D. IL-10
    i. Beseitigung intrazellulärer Infektionen
    ii. Reaktion auf extrazelluläre Bakterien
    iii. Bekämpfung extrazellulärer Parasiten
    iv. Unterdrückung von T-Zell-Reaktionen

    Lösung

    A, ii; B, iii; C, i; D, iv.
  • Bitte zuordnen: Die folgenden Cytokine stimulieren die Effektordifferenzierung der Untergruppen von TH-Zellen. Welches Cytokin gehört zu welchem untergruppenspezifischen Transkriptionsfaktor?
    A. IFN-γ
    B. IL-4
    C. IL-6 und TGF-β
    D. TGF-β
    i. RORγt
    ii. FoxP3
    iii. T-bet
    iv. GATA3

    Lösung

    A, iii; B, iv; C, i; D, ii.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Die TCR-Signale sind im cSMAC am stärksten.
    B. Die E3-Ligase C1b vermittelt den Abbau der TCR im cSMAC.
    C. Durch die Umstrukturierung des Cytoskeletts kommt es an der immunologischen Synapse zu einer gezielten Freisetzung von Effektormolekülen.
    D. Integrine wie LFA-1 assoziieren im SMAC.

    Lösung

    A. Signale von T-Zell-Rezeptoren (TCR) sind bei cSMAC am geringsten, da TCR durch Endocytose aufgenommen und aktiv abgebaut werden.
  • Bitte ergänzen: Setzen Sie in die einzelnen Leerstellen der folgenden Sätze den jeweils am besten passenden Begriff aus der Liste. Nicht alle Begriffe werden verwendet, aber jeder soll nur einmal vorkommen.
    CD8-T-Zellen können spezifisch die Zerstörung von infizierten oder malignen Zellen bewirken. Dafür induzieren CD8-T-Zellen den _______ Zelltod, der auf zwei Weisen ausgelöst werden kann. Einerseits verfügen CD8-T-Zellen über Liganden wie ________, ________ oder ________, die den Apoptoseweg auslösen können. Andererseits kann der Zelltod auch über den intrinsischen Weg ausgelöst werden. Um diesen Mechanismus in Gang zu setzen, werden ________ freigesetzt, sodass Granzyme in die Zelle gelangen können. Sobald sich die Granzyme im Cytoplasma der Zelle befinden, können sie ________ spalten und aktivieren. Diese spaltet dann ________, sodass dieses Enzym die DNA abbauen kann. Granzym B spaltet auch ________, wodurch in der Folge die mitochondriale Membran geschädigt wird, sodass ________ freigesetzt wird und sich das ________ bildet.
    CAD; nekrotisch; Caspase 3; intrinsisch; LT-α; Protonengradient; apoptotisch; Caspase 9; ICAD; Apoptosom; extrinsisch; TNF-α; FasL; Perforine; BID; Cytochrom c; Hypoxie

    Lösung

    apoptotischen, FasL, TNF-α, LT-α, extrinsisch, Perforine, Caspase 3, ICAD, CAD, BID, Cytochrom c, Apoptosom.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Wirkungen ist keine Effektorfunktion von Antikörpern?
    A. Opsonisierung
    B. Neutralisierung
    C. Komplementaktivierung
    D. gekoppelte Erkennung
    E. Degranulierung der Mastzellen

    Lösung

    D. Durch die gekoppelte Erkennung ist es B- und T-Zellen möglich, dasselbe Antigen zu erkennen, selbst wenn sie unterschiedliche Epitope erkennen.
  • Kurze Antwort: Der Impfstoff gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib) bestand ursprünglich nur aus der Polysaccharidkapsel des Mikroorganismus. Damit war es jedoch nicht möglich, wirksame Antikörperreaktionen auszulösen. Wenn man das Hib-Polysaccharid direkt mit dem Tetanus- oder Diphtherietoxoid verknüpft, kommt es zu sehr wirksamen Antikörperreaktionen gegen Hib; der zurzeit verwendete Impfstoff ist so aufgebaut. Welcher immunologische Effekt wird genutzt, wenn man aus der Hib-Kapsel stammende Polysaccharide mit einem Toxoid koppelt, und wie entsteht dadurch eine wirksame Antikörperreaktion?

    Lösung

    Der zurzeit verwendete Hib-Impfstoff beruht auf dem immunologischen Effekt der gekoppelten Erkennung. Durch Verknüpfung des aus der Hib-Kapsel stammenden Polysaccharids mit einem Toxoid nehmen Hib-Polysaccharid-spezifische B-Zellen das Toxoid durch Endocytose auf, prozessieren und präsentieren aus dem Toxoid stammende Peptide auf MHC-Klasse-II-Molekülen, die durch toxoidspezifische T-Helferzellen erkannt werden, durch die schließlich eine wirksame TD-Antwort ausgelöst wird.
  • Bitte zuordnen: Bei T-abhängigen Antikörperreaktionen kommt es zu zahlreichen Wechselwirkungen zwischen Rezeptoren und Liganden sowie zu Cytokinsignalen zwischen TFH-Zellen und aktivierten B-Zellen. Welcher der folgenden Oberflächenrezeptoren und Liganden wird von T-Zellen (T), B-Zellen (B), beiden Zelltypen (TB) oder keinem der beiden (N) produziert?
    A. IL-21
    B. ICOSL
    C. CD40L
    D. CD30L
    E. Peptid:MHC II
    F. CCL21
    G. SLAM

    Lösung

    A, T; B, B; C, T; D, T; E, B; F, N; G, TB.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden Krankheiten des Menschen hängt mit welchem Gendefekt zusammen?
    A. X-gekoppeltes lymphoproliferatives Syndrom
    B. Hyper-IgM-Immunschwäche Typ 2
    C. Xeroderma pigmentosum
    D. Ataxia teleangiectatica
    i. Transläsions-DNA-Polymerase Polη
    ii. ATM (eine Kinase der DNA-PKcs-Familie)
    iii. SLAM-assoziiertes Protein (SAP)
    iv. aktivierungsinduzierte Cytidin-Desaminase

    Lösung

    A, iii; B, iv; C, i; D, ii.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden Eigenschaften treffen auf IgA, IgD, IgE, IgG und/oder IgM zu?
    A. wird bei der humoralen Immunantwort als Erstes produziert
    B. Monomere (vorherrschende Form)
    C. Dimere (vorherrschende Form)
    D. Pentamere (vorherrschende Form)
    E. enthält eine J-Kette
    F. kann Komplementanlagerung auslösen
    G. häufigste Form an mucosalen Oberflächen und in Sekreten
    H. geringe Affinität
    I. an Mastzellen gebunden
    J. bindet an den Immunglobulinpolymerrezeptor (pIgR)
    K. bindet an den neonatalen Fc-Rezeptor

    Lösung

    A, IgM; B, IgG, IgD, IgE; C, IgA; D, IgM; E, IgA, IgM; F, IgM, IgG; G, IgA; H, IgM; I, IgE; J, IgA, IgM; K, IgG.
  • Kurze Antwort: Wie unterscheidet sich TRIM21, eine neu entdeckte Art von Fc-Rezeptoren, von anderen Fc-Rezeptoren?

    Lösung

    TRIM21 ist ein cytosolischer Fc-Rezeptor, der auch eine E3-Ubiquitinligase ist. Wenn der Rezeptor im Cytosol von Antikörpern bedeckte Viren erkennt, ubiquitiniert er die Proteine auf dem Virus, um es für den Abbau im Proteasom zu markieren.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Funktionen wird durch die Bindung von Antikörpern an Fcγ-Rezeptoren nicht ausgelöst?
    A. antikörperabhängige zellvermittelte Cytotoxizität (ADCC) über NK-Zellen
    B. Phagocytose durch neutrophile Zellen
    C. Degranulierung von Mastzellen
    D. Herunterregulieren der B-Zell-Aktivität
    E. Aufnahme von Immunkomplexen durch dendritische Zellen

    Lösung

    C. Die Degranulierung der Mastzellen hängt von der IgE-Bindung an den hochaffinen FcεRI ab.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Das Überleben der naiven B-Zellen in den Follikeln hängt von BAFF ab, der Signale über BAFF-R, TACI und BCMA übermittelt und so die Expression von Bcl-2 auslöst.
    B. Der subkapsuläre Sinus der Lymphknoten und der Randsinus der Milz sind in der Funktion ähnliche Regionen, die mit spezialisierten Makrophagen angefüllt sind, die Antigene festhalten, aber nicht in sich aufnehmen.
    C. ICOS-Signale in T-Zellen sind für die vollständige Differenzierung von TFH-Zellen und die Expression der Transkriptionsfaktoren Bcl-6 und c-Maf essenziell.
    D. Sowohl Plasmablasten als auch Plasmazellen exprimieren costimulierende B7-Moleküle, MHC-Klasse-II-Moleküle und große Mengen an B-Zell-Rezeptoren.
    E. TFH-Zellen bestimmen beim Klassenwechsel in T-abhängigen Antikörperreaktionen die Auswahl des Isotyps.

    Lösung

    D. Plasmazellen exprimieren geringe Mengen an MHC-Klasse-II-Molekülen, B7 und B-Zell-Rezeptoren, da sie anders als Plasmablasten auf lang andauernde Antikörperfreisetzung und nicht für das Priming von T-Zellen spezialisiert sind.
  • Richtig oder falsch: Die Keimzentren enthalten eine helle und eine dunkle Zone. In der hellen Zone findet eine starke Proliferation der B-Zellen statt, die man als Centroblasten bezeichnet. Sie werden dort durch CXCL12-CXCR4-Chemokinsignale festgehalten und durchlaufen die somatische Hypermutation. Diese führt zur Affinitätsreifung und zum Isotypwechsel. In der dunklen Zone beenden die B-Zellen die Proliferation und man bezeichnet sie als Centrocyten. Hier werden sie von CXCL13-CXCR5-Chemokinsignalen festgehalten, exprimieren größere Mengen des B-Zell-Rezeptors und interagieren intensiv mit TFH-Zellen.

    Lösung

    Falsch. Die Beschreibungen der hellen und der dunklen Zone sind vertauscht.
  • Multiple Choice: Welche Aussage trifft zu?
    A. R-Schleifen sind Strukturen, die bei der somatischen Hypermutation entstehen; sie fördern die Zugänglichkeit der V-Regionen der Immunglobuline für AID.
    B. APE1 entfernt ein desaminiertes Cytosin, wodurch eine abasische Stelle entsteht, sodass bei der nächsten Runde der DNA-Replikation an dieser Stelle eine beliebige Base eingebaut werden kann.
    C. Während einer Klassenwechselrekombination kann es zu keinen Mutationen mit Rasterverschiebung kommen, da die Switch-Regionen in Introns liegen.
    D. Die fehleranfällige MSH2/6-Polymerase repariert DNA-Schäden und verursacht Mutationen, die die somatische Hypermutation unterstützen.

    Lösung

    C. Man nimmt an, dass R-Schleifen ein Anhalten der Polymerase in der Switch-Region bewirken, aber die Zugänglichkeit der V-Region durch AID direkt unterstützen. Nicht das Enzym APE1, sondern das Enzym UNG entfernt die desaminierten Cytosinbase und erzeugt so einen abasischen Rest. APE1 schneidet den abasischen Rest heraus und erzeugt in der DNA einen Einzelstrangbruch. C ist richtig, da die Rekombination für den Isotypwechsel innerhalb der Switch-Regionen erfolgt. Da diese Introns sind, entstehen keine Mutationen durch Rasterverschiebung.
  • Bitte ergänzen: Fc-Rezeptoren diversifizieren die Effektorfunktionen der jeweiligen Antikörperisotypen. Die meisten Fc-Rezeptoren können die Fc-Regionen von Antikörpern mit _______ Affinität binden. Im Gegensatz dazu bindet FcεRI mit _______ Affinität. Durch multivalente Antigene gebundene IgE-Antikörper können an _______ in Mastzellen binden und führen zur Freisetzung von Lipidmediatoren wie _______ und _______. Mastzellen degranulieren auch als Reaktion auf eine Quervernetzung der an Fc-Rezeptoren gebundenen IgE-Moleküle, wodurch es zur Freisetzung von _______ kommt. In der Folge nehmen der lokale Blutfluss und _______ zu, sodass eine Entzündungsreaktion in Gang gesetzt wird.

    Lösung

    niedriger, hoher, FcεRI, Prostaglandin D2, Leukotrien C4, Histamin, die Gefäßdurchlässigkeit.
  • Richtig oder falsch: Die Immunantwort ist ein dynamischer Prozess, der mit einer antigenunabhängigen Reaktion beginnt und konzentrierter und wirkungsvoller wird, sobald sie eine Antigenspezifität entwickelt. Sobald sich das adaptive Immunsystem entwickelt, ist eine einzige Art von Reaktion in der Lage, jeden Typ von Krankheitserreger zu beseitigen.

    Lösung

    Falsch. Das Immunsystem bringt integrierte angeborene und adaptive Module hervor, die pathogenspezifisch sind, und keine Einzelreaktion kann alle Arten von Pathogenen wirksam unter Kontrolle bringen.
  • Multiple Choice: Welche Aussage trifft nicht zu?
    A. Die Produktion von IL-12 und IL-18 durch Makrophagen und dendritische Zellen löst die Sekretion von IFN-? durch ILC1-Zellen aus, wodurch intrazelluläre Pathogene wirksamer abgetötet werden können.
    B. ILC3-Zellen werden durch thymusstromales Lymphopoetin (TSLP) aktiviert, das STAT5 aktiviert und die Produktion von IL-17 auslöst.
    C. Molekulare Muster, die üblicherweise bei Helminthen vorkommen, aktivieren die Produktion von IL-33 und IL-25, wodurch wiederum ILC2-Zellen aktiviert werden, die Schleimproduktion der Becherzellen und die Kontraktion der mucosalen glatten Muskulatur anzuregen.
    D. Von ILC3-Zellen erzeugtes IL-22 wirkt auf Epithelzellen, aktiviert deren Produktion von antimikrobiellen Peptiden und fördert die Verstärkung der Integrität von Barrieren.

    Lösung

    B. TSLP wirkt auf ILC2-Zellen und induziert so die Produktion von IL-13; dadurch wird die Schleimproduktion der Becherzellen und die Kontraktion der glatten Muskulatur angeregt.
  • Bitte zuordnen: Welches der folgenden Proteine hat welche Wirkung auf die Wanderung der T-Zellen?
    A. CXCR5
    B. PSGL-1
    C. FucT-VII
    D. VLA-4
    i. interagiert mit P- und E-Selektin, wird von aktivierten Endothelzellen exprimiert
    ii. durch Bindung von CXCL13 werden TFH-Zellen in B-Zell-Follikel gelenkt
    iii. interagiert mit VCAM-1 und löst so die Extravasation der T-Effektorzellen aus
    iv. notwendig für die Produktion von P-und E-Selektin

    Lösung

    A, ii; B, i; C, iv; D, iii.
  • Bitte ergänzen: Die Expression selektiver Adhäsionsmoleküle durch T-Effektorzellen trägt dazu bei, dass sie sich auf verschiedene Kompartimente verteilen. So induzieren beispielsweise T-Zellen, die in den GALT ihr Priming durchlaufen haben, die Expression des _______-Integrins, das an _______ bindet, welches wiederum von den Endothelzellen der Darmschleimhaut konstitutiv exprimiert wird. Diese T-Zellen exprimieren auch den Chemokinrezeptor _______, der T-Zellen über einen _______-Gradienten zur Lamina propria unterhalb des Dünndarmepithels lenkt. Diese Kompartimentierung ist nicht auf den Darm beschränkt, sondern kommt auch in anderen Organen vor, etwa in der Haut. So bindet beispielsweise die glykosylierte Form von PSGL-1, _______, an _______ auf Gefäßendothelien in der Haut.

    Lösung

    α4β7, MAdCAM-1, CCR9, CCL25, CLA, E-Selektin.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen über die Aktivierung der TH1-Makrophagen trifft nicht zu?
    A. Der CD40-Ligand macht den Makrophagen für die Reaktion auf IFN-γ empfindlicher.
    B. LT-α kann den CD40-Liganden bei der Makrophagenaktivierung ersetzen.
    C. Aktivierte TH1-Zellen wirken der TNFR1-Aktivierung entgegen.
    D. Makrophagen werden durch geringe Mengen an bakteriellem LPS für IFN-γ empfindlicher.

    Lösung

    C. Aufgrund ihrer Aktivierung durch TH1-Zellen produzieren Makrophagen TNF-α, der über TNFR-1 Signale überträgt und so die Lebensfähigkeit dieser Zellen aufrechterhält.
  • Kurze Antwort: Wie stimulieren M2-Makrophagen die Kollagenproduktion zur Unterstützung der Reparatur von Geweben?

    Lösung

    M1- und M2-Makrophagen metabolisieren Arginin auf unterschiedliche Weise. So exprimieren beispielsweise M1-Makrophagen das Enzym iNOS, das NO produziert, während M2-Makrophagen die Arginase-1 exprimieren, die Ornithin und Prolin erzeugt. Prolin kann dann die Kollagenproduktion stimulieren, da diese Aminosäure dafür erforderlich ist.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft für Immunantworten vom Typ 3 nicht zu?
    A. Die primären angeborenen Effektorzellen sind die Neutrophilen, die von CXCL8 und CXCL2 rekrutiert werden und durch Einwirkung von G-CSF und GM-CSF eine erhöhte Produktionsrate haben.
    B. Im Zustand der Homöostase kommen die TH17-Zellen fast ausschließlich in der Darmschleimhaut vor.
    C. IL-17 ist das zentrale Cytokin.
    D. Durch die Produktion von IL-22 werden die Erzeugung antimikrobieller Peptide, die Proliferation von Epithelzellen und das Ablösen der natürlichen Killerzellen angeregt.
    E. IL-23 löst die Festlegung von naiven CD4+-T-Zellen auf die TH17-Linie aus.

    Lösung

    E. IL-23 setzt nicht die Umwandlung von naiven CD4+-T-Zellen in TH17-Zellen in Gang, regt aber ihre Vermehrung an und trägt zu ihrer Stabilisierung bei. TGF-β bewirkt in Kombination mit IL-6 und/oder IL-1 die Induktion der TH17-Zellen.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Krankheitserreger kann unabhängig von der Unterstützung durch T-Zellen eine starke CD8+-T-Zell-Reaktion auslösen?
    A. Streptococcus pneumoniae
    B. lymphocytäres Choriomeningitisvirus (LCMV)
    C. Listeria monocytogenes
    D. Staphylococcus aureus
    E. Salmonella
    F. Toxoplasma

    Lösung

    C. CD4+-T-Zellen sind zwar für die „Lizensierung“ von dendritischen Zellen essenziell, die anschließend CD8+-T-Zell-Antworten induzieren, aber bestimmte Pathogene, insbesondere Listeria monocytogenes und Burkholderia pseudomallei, können dendritische Zellen direkt lizensieren, sodass sie primäre CD8+-T-Zell-Antworten auslösen können.
  • Bitte ergänzen: Während einer Immunantwort auf einen Krankheitserreger exprimieren aktivierte T-Zellen _______, eine Komponente des hochaffinen IL-2-Rezeptors, und schalten die Expression der IL-17-Rezeptorkomponente _______ ab. Die aktivierten Zellen erzeugen auch verschiedene Isoformen der Tyrosinphosphatase _______, die von allen hämatopoetischen Zellen exprimiert wird. Die Effektorgedächtniszellen und zentralen Gedächtniszellen entwickeln sich und unterscheiden sich in der starken Expression von _______ bei Ersteren und _______ bei Letzteren. Das Überleben der CD4+- und CD8+-T-Gedächtniszellen hängt von _______ ab, wobei das Überleben der CD8+-T-Gedächtniszellen zusätzlich von _______ abhängig ist.

    Lösung

    CD25, CD127, CD45, β1- und β2-Integrinen, CCR7, IL-7, IL-15.
  • Richtig oder falsch: CD27 ist ein Markermolekül von naiven B-Zellen und von T-Gedächtniszellen.

    Lösung

    Falsch. CD27, ein Vertreter der TNF-Rezeptor-Familie, der CD70 bindet, das auf dendritischen Zellen exprimiert wird, wird auf B-Gedächtniszellen und auch auf naiven T-Zellen exprimiert.
  • Kurze Antwort: Wie kann die Aktivierung des Inflammasoms zum Auslösen von Typ-1- und Typ-3-Immunantworten beitragen, während Typ-2-Reaktionen abgeschwächt werden?

    Lösung

    Das Inflammasom bewirkt die Spaltung von IL-1β und IL-18 in ihre aktiven Formen, die die Differenzierung und Effektorfunktionen von Typ-3- beziehungsweise Typ-1-Antworten induzieren. Das Inflammasom spaltet und inaktiviert jedoch auch IL-33, das für Typ-2-Antworten von Bedeutung ist.
  • Bitte zuordnen: Welches Cytokin gehört zu welchem STAT-Faktor?
    A. IL-4 und IL-13
    B. IL-12
    C. IL-23
    D. TSLP, IL-2 und IL-7
    i. STAT3
    ii. STAT4
    iii. STAT5
    iv. STAT6

    Lösung

    A, iv; B, ii; C, i; D, iii.
  • Multiple Choice: Welche Aussage trifft nicht zu?
    A. Mikrofaltenzellen besitzen eine gefaltete luminale Oberfläche und eine dicke Schleimschicht, durch die Mikroorganismen in die Peyer-Plaques gelangen können.
    B. Mikrofaltenzellen erkennen verschiedene bakterielle Proteine durch GP2 und setzen mithilfe der Transcytose Material in den Extrazellularraum frei.
    C. Mit dem Darm assoziierte lymphatische Gewebe locken mithilfe von Chemokinen wie CCL20 und CCL9 dendritische Zellen an.
    D. Pathogene wie Yersinia pestis und Shigella steuern Mikrofaltenzellen an und können dadurch in den Subepithelialraum gelangen.

    Lösung

    A. Mikrofaltenzellen tragen nur wenig Schleim, sodass sie mit Pathogenen besser interagieren können.
  • Richtig oder falsch: Die intraepithelialen Lymphocyten umfassen vor allem CD4-T-Zellen, während in der Lamina propria CD8-T-Zellen vorherrschend sind.

    Lösung

    Falsch. Intraepitheliale Lymphocyten sind größtenteils CD8-T-Zellen. Sie können entweder CD8α:β oder -α:α exprimieren, während in der Lamina propria CD4-T-Zellen vorherrschend sind.
  • Bitte zuordnen: Welches Chemokin beziehungsweise welcher Chemokinrezeptor gehört zu welcher gewebespezifischen Homing-Funktion?
    A. CXCL13
    B. CCL25
    C. CCL28
    D. CCR4
    i. Rekrutierung von Lymphocyten in den Dickdarm, in die Milchdrüse der Brust und in die Speicheldrüsen
    ii. Rekrutierung von B- und T-Zellen in den Dünndarm
    iii. Lenkung der Lymphocyten in die Haut
    iv. Rekrutierung naiver B-Zellen in die Peyer-Plaques

    Lösung

    A, iv; B, ii; C, i; D, iii.
  • Multiple Choice: Welche Aussage trifft zu?
    A. Dendritische CD11b+-Zellen stimulieren ILC3-Zellen und sind in den Peyer-Plaques die wichtigste Quelle für IL-12.
    B. Dendritische CD11b?-Zellen benötigen BATF3 für ihre Entwicklung.
    C. Die Produktion von Retinsäure durch naive T-Zellen ist notwendig für dendritische Zellen, damit Treg-Zellen gebildet werden können.
    D. CCL20 verhindert, dass dendritische Zellen in die Epithelschicht der Peyer-Plaques gelangen.

    Lösung

    B.
  • Kurze Antwort: IgA:Antigen-Komplexe können zurück in das Darmlumen transportiert werden, wodurch dort die Ausscheidung von Pathogenen aus dem Körper verstärkt wird. Andererseits kann die Bildung von IgA:Antigen-Komplexen auch die Aufnahme von Antigenen aus dem Lumen erhöhen. Inwieweit ist die Aufnahme von Antigenen für den Körper vorteilhaft?

    Lösung

    Lektinrezeptoren wie etwa Dectin-1 und DC-SIGN, die auf dendritischen Zellen und Mikrofaltenzellen exprimiert werden, verstärken die Antigenaufnahme, indem sie an Kohlenhydratreste auf IgA binden. Die gezielte Aufnahme von Antigenen aus Pathogenen ermöglicht es wiederum den dendritischen Zellen, jedes Antigen von Pathogenen zu prozessieren und den T-Zellen zu präsentieren, sodass sich eine adaptive Immunantwort entwickeln kann.
  • Kurze Antwort: B-Zellen und Plasmazellen im Darm produzieren große Mengen an IgA. Diese werden in das Lumen freigesetzt, sodass die Mikroflora in Schach gehalten und ein Eindringen von Pathogenen verhindert wird. Allerdings sind die meisten Personen mit einem IgA-Mangel gegenüber Infektionen nicht übermäßig anfällig. Warum ist das so?

    Lösung

    Ein IgA-Defekt führt bei Menschen normalerweise nicht zu einer Anfälligkeit gegenüber Infektionen, da IgM die Funktionen von IgA übernehmen kann und über pIgR in das Darmlumen sezerniert wird und an kommensale und an pathogene Organismen binden kann.
  • Multiple Choice: Welche Aussage beschreibt intraepitheliale Lymphocyten (iELs) am besten?
    A. Expression von CCR9 und α4:β7-Integrin
    B. Expression von CCR9 und αE:β7-Integrin (CD103)
    C. Das Verhältnis CD4- zu CD8-T-Zellen beträgt 3:1.
    D. Dazu gehören auch CD4+-T-Zellen, die IFN-γ, IL-17 und IL-22 produzieren.
    E. bestehen zu 90 % aus T-Zellen, von denen 80 % CD8 als α:α-Homodimer oder α:β-Heterodimer exprimieren
    F. Antwort A und C
    G. Antwort B und E
    H. Antwort A, C und D

    Lösung

    G. IEL-Zellen besitzen eine spezifische Zusammensetzung. Sie bestehen vor allem aus T-Zellen, die CD8 entweder als α:α-Homodimer oder an α:β-Heterodimer exprimieren. Diese T-Zellen exprimieren den γδ- oder den αβ-TCR und die darmspezifischen Homing-Rezeptoren CCR9 und ?E?7-Integrin (CD103), das an E-Cadherin bindet, welches auf Epithelzellenexprimiert wird.
  • Multiple Choice: Bei welchem der folgenden Zelltypen hängt die korrekte Entwicklung von der Expression des Arylkohlenwasserstoffrezeptors ab?
    A. intraepitheliale Lymphocyten vom Typ b
    B. ILC1
    C. B-Zellen
    D. Makrophagen
    E. ILC2
    F. neutrophile Zellen

    Lösung

    A. Intraepitheliale Lymphocyten (IEL) vom Typ b, die man auch als „natürliche“ IEL bezeichnet, sowie ILC3-Zellen benötigen den Arylkohlenwasserstoffrezeptor, um sich ordnungsgemäß zu entwickeln.
  • Bitte zuordnen: Welche Krankheit des Menschen geht mit welcher pathologischen Symptomatik einher?
    A. anormale Reaktion auf das Weizenprotein Gluten, was zu einem vermehrten Auftreten von IEL-Zellen mit einer MIC-A-abhängigen cytotoxischen Aktivität gegen Darmepithelzellen führt
    B. Unterbrechung des normalen Flusses der Fäzes im Dickdarm, sodass die Enterocyten Entzündungen und Nekrosen entwickeln, da kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) fehlen, die von kommensalen Bakterien produziert werden
    C. Eine Behandlung mit Antibiotika beseitigt einen großen Teil der kommensalen Mikroflora, sodass sich eine bestimmte Spezies übermäßig vermehrt und Toxine produziert, die schweren Durchfall verursachen und die Schleimhaut schädigen.
    D. übermäßig aktive Immunantworten gegen kommensale Bakterien aufgrund eines Defekts in Genen der angeborenen Immunität
    i. Infektion mit Clostridium difficile
    ii. Zöliakie
    iii. entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
    iv. Diversionscolitis

    Lösung

    A, ii; B, iv; C, i; D, iii.
  • Richtig oder falsch: Die CD4+-T-Zellen in der Lamina propria sezernieren große Mengen an Cytokinen wie IFN-γ, IL-17 und IL-22 nur als Reaktion auf Krankheitserreger und Schädigungen durch eine Entzündung.

    Lösung

    Falsch. Die CD4+-T-Zellen der Lamina propria sezernieren während der Homöostase große Mengen an Cytokinen. Dies bezeichnet man auch als „physiologische Entzündung“ und man nimmt an, das es sich um eine normale physiologische Reaktion auf die kommensale Flora handelt.
  • Richtig oder falsch: Die meisten Treg-Zellen im Dünndarm exprimieren kein FoxP3.

    Lösung

    Richtig. Die meisten Treg-Zellen im Dünndarm exprimieren FoxP3 nicht, im übrigen Darm jedoch schon.
  • Bitte zuordnen: Welcher der folgenden Gendefekte hängt mit welcher Immunschwäche zusammen?
    A. Mutationen der gemeinsamen γ-Kette
    B. hypomorphe Mutationen in RAG-1 oder RAG-2
    C. Defekte in DNA-PKcs oder Artemis
    D. Mutationen in FOXN1
    E. Mutationen in TAP1 oder TAP2
    F. Defekte in AIRE
    i. Omenn-Syndrom
    ii. SCID in Kombination mit einer anormalen Entwicklung des Thymus
    iii. X-gekoppeltes SCID-Syndrom
    iv. Autoimmun-Polyendokrinopathie-Candidiasis-Ektodermale Dystrophie-Syndrom
    v. MHC-Klasse-I-Defekt
    vi. RS-SCID

    Lösung

    A, iii; B, i; C, vi; D, ii; E, v; F, iv.
  • Richtig oder falsch: Personen, die Mutationen in den Genen tragen, die die IL-12-p40-Untereinheit codieren, sind nicht nur für Krankheitserreger wie M. tuberculosis anfällig, für deren Bekämpfung eine TH1-Reaktion erforderlich ist, sondern es sind auch Typ-3-(TH17-)Reaktionen betroffen.

    Lösung

    Richtig. Die IL-12-p40-Untereinheit hängt auch mit IL-23 zusammen, ein entscheidendes Cytokin bei der Differenzierung der TH17-Zellen und der Aktivierung der ILC3-Zellen.
  • Kurze Antwort: Welche zwei genetisch bedingte Defekte führen zum Fehlen von CD8+-T-Zellen, während die CD4+-T-Zellen erhalten bleiben, und welcher genetische Defekt führt zum Fehlen der CD4+-T-Zellen, während die CD8+-T-Zellen erhalten bleiben?

    Lösung

    Bei einem ZAP-70-Defekt und einem MHC-Klasse-I-Defekt fehlen die CD8+-T-Zellen, während die CD4+-T-Zellen nicht beeinträchtigt sind. Bei einem MHC-Klasse-II-Defekt fehlen die CD4+-T-Zellen und die CD8+-T-Zellen sind nicht beeinträchtigt. Es ist noch nicht genau bekannt, warum sich der ZAP-70-Defekt nicht auf die Entwicklung der CD4+-T-Zellen auswirkt. Bei einem MHC-Klasse-I-Defekt können sich im Thymus keine CD8+-T-Zellen entwickeln, während sich bei einem MHC-Klasse-II-Defekt im Thymus keine CD4+-T-Zellen entwickeln.
  • Kurze Antwort: Sowohl der CD40L-Defekt als auch der AID-Defekt führen zu einem Hyper-IgM-Syndrom, aber beim CD40L-Defekt ist die T-Zell-Funktion stark beeinträchtigt, während sie beim AID-Defekt erhalten bleibt. Warum ist das so?

    Lösung

    CD40L-CD40-Wechselwirkungen sind nicht nur für T-Zell-B-Zell-Wechselwirkungen und Isotypwechsel notwendig, sondern auch für Wechselwirkungen von T-Zellen mit Monocyten, Makrophagen und dendritischen Zellen. Bei einem CD40L-Defekt kommt es daher auch zu fehlerhaften T-Zell-Antworten, und die Bekämpfung intrazellulärer Bakterien ist gestört. AID ist eine Cytidindesaminase, die bei der somatischen Hypermutation und beim Isotypwechsel der B-Zellen in den Keimzentren beteiligt ist, jedoch bei anderen Funktionen von Immunzellen keine besondere Bedeutung besitzt, sodass ein AID-Defekt ausschließlich den Isotypwechsel bei B-Zellen betrifft.
  • Richtig oder falsch: Das variable Immundefektsyndrom (CVID) beeinträchtigt sowohl die T-Zell- als auch die Antikörperreaktionen.

    Lösung

    Falsch. Beim variablen Immundefektsyndrom (CVID) sind die Antikörperantworten gestört und es ist gekennzeichnet durch eine Hypogammaglobulinämie und das Auftreten von funktionslosen B-Zellen. T-Zell-Antworten sind jedoch nicht betroffen. Die Krankheit hängt mit einer heterogenen Gruppe genetischer Defekte zusammen, die zu ähnlichen Symptomen führen, aber zurzeit sind die genetischen Ursachen erst bei einer geringen Anzahl der Fälle bekannt.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden vererbbaren Krankheiten hat keinen autoimmunen oder autoinflammatorischen Phänotyp?
    A. Autoimmun-Polyendokrinopathie-Candidiasis-Ektodermale Dystrophie-Syndrom (APECED), hervorgerufen durch Defekte im AIRE-Gen
    B. familiäres Mittelmeerfieber (FMF), hervorgerufen durch Mutationen im Pyringen
    C. Omenn-Syndrom, hervorgerufen durch hypomorphe Mutationen in RAG-1 oder RAG-2
    D. Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS), hervorgerufen durch einen WAS-Defekt
    E. Hyper-IgE-Syndrom (Job-Syndrom), hervorgerufen durch Mutationen in STAT3 oder DOCK8
    F. chronische Granulomatose (CGD), hervorgerufen durch die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies in den Phagocyten

    Lösung

    F. Die chronische Granulomatose führt dazu, dass phagocytotische Zellen Mikroorganismen nicht mehr abtöten, sodass die Patienten für bakterielle Infektionen anfällig werden. Damit ist jedoch keine Autoimmunität oder ein autoinflammatorischer Phänotyp verknüpft.
  • Multiple Choice: Pyogene Bakterien sind durch Polysaccharidkapseln vor der Erkennung durch Rezeptoren auf Makrophagen und neutrophilen Zellen geschützt. Die antikörperabhängige Opsonisierung ist einer der Mechanismen, durch deren Wirkung Phagocyten diese Bakterien in sich aufnehmen und zerstören können. Welche der folgenden Krankheiten oder Defekte betrifft direkt einen Mechanismus, durch den das Immunsystem Infektionen dieser Bakterien kontrolliert?
    A. Il-12-p40-Defekt
    B. Defekte im AIRE-Gen
    C. WASp-Defekt
    D. Defekte in C3

    Lösung

    D. Die Aktivierung des Komplementproteins C3 führt zu dessen kovalenter Bindung an die Oberfläche von Krankheitserregern, wo es als Opsonin wirkt. Defekte bei der Aktivierung von C3 wirken sich direkt auf die Fähigkeit eines Organismus aus, pyogene Infektionen abzuwehren.
  • Multiple Choice: In welchem der folgenden Gene führt ein Defekt zu einem ähnlichen Phänotyp wie Defekte im ELA2-Gen, das die Neutrophilen-Elastase codiert?
    A. GFI1
    B. CD55 (codiert DAF)
    C. CD59
    D. XIAP

    Lösung

    A. Mutationen in GFI1 können eine schwere angeborene Neutropenie hervorrufen. GFI1 ist ein Transkriptionsrepressor. Ein Defekt führt zu einer geringeren Expression von ELA2 und damit zur Apoptose der sich entwickelnden Myelocyten.
  • Bitte ergänzen: Welches Protein hängt mit welcher Funktion von phagocytotischen Zellen zusammen?
    A. Kindlin-3
    B. Neutrophilen-Elastase
    C. Myeloperoxidase
    D. MyD88
    i. Produktion
    ii. Adhäsion
    iii. Aktivierung
    iv. Abtöten von Mikroorganismen

    Lösung

    A, ii; B, i; C, iv; D, iii. Ein Kindlin-3-Mangel führt zu einem Defekt Leukocytenadhäsion vom Typ 3 (LAD-3). Ein Defekt der Neutrophilen-Elastase führt zur Apoptose von sich entwickelnden Myelocyten, sodass die Produktion der Myelocyten gestört ist. Die Myeloperoxidase trägt zur Produktion reaktiver Sauerstoffspezies und damit zum Abtöten von Mikroorganismen bei. MyD88 ist ein nachgeschalteter Adaptor für Proteine der TLR- und Il-1-Rezeptor-Familie und dadurch wichtig für die Erkennung von Pathogenen und die Reaktion auf inflammatorische Cytokine.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Krankheitserreger entkommt dem Immunsystem primär durch eine Variabilität der Antigene?
    A. Influenza-A-Virus
    B. Herpes-simplex-Virus 1
    C. Cytomegalievirus
    D. Trypanosoma brucei
    E. Plasmodium falciparum
    F. Hepatitis-B-Virus

    Lösung

    A, D, E. Das Influenza A-Virus unterliegt einem Antigenshift und einer Antigendrift, Trypanosoma brucei besitzt variable Oberflächenglykoproteine (VSGs) und kann diese gegeneinander austauschen, Plasmodium variiert ebenfalls seine Oberflächenantigene und durchläuft in seinem Lebenszyklus verschiedene Stadien.
  • Multiple Choice: Das humane Immunschwächevirus (HIV) produziert verschiedene Immunevasine. Eines davon, Nef, ist ungewöhnlich pleiotrop und ein wichtiges Zielmolekül für CD8+-T-Zell-Reaktionen. Welche der folgenden Funktionen hängt nicht mit Nef zusammen?
    A. Hemmung des Restriktionsfaktors SAMHD1
    B. Herunterregulieren von MHC-Klasse-I
    C. Herunterregulieren von CD4
    D. Herunterregulieren von MHC-Klasse-II
    E. Aufrechterhalten der T-Zell-Aktivierung

    Lösung

    A. Vpr hemmt den Restriktionsfaktor SAMHD1.
  • Bitte ergänzen: Das humane Immunschwächevirus (HIV) wird den Retroviren zugeordnet, da es das Enzym _______ enthält. Das Virus infiziert Wirtszellen, indem es über seine Hülle an den _______-Rezeptor und entweder an den _______- oder den _______-Corezeptor bindet. Wenn ein Individuum infiziert wird, entwickelt sich eine Immunantwort, die zur Produktion von Anti-HIV-Antikörpern führt; diesen Vorgang bezeichnet man als _______. Es entwickeln sich auch CD8+-T-Zell-Reaktionen, aber HIV kann _______ entwickeln, die es dem Virus ermöglichen, diesen CTL zu entkommen.

    Lösung

    Reverse Transkriptase; CD4; CCR5; CXCR4; Serokonversion; Escape-Mutationen.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Konstellationen ist keine genetische Variante, die die Anfälligkeit gegenüber einer HIV-Infektion verringert oder das Voranschreiten von AIDS verlangsamt?
    A. mutiertes CCR5-Allel
    B. mutiertes CXCR4-Allel
    C. bestimmte HLA-Klasse-I-Allele
    D. KIR-3DS1 mit bestimmten HLA-B-Allelen

    Lösung

    B. Es sind bei CXCR4 keine Polymorphismen bekannt, die sich auf eine HIV-Infektion auswirken.
  • Richtig oder falsch: Nur TH2-Zellen können eine Signalkette auslösen, um bei B-Zellen einen Isotypwechsel zu IgE hervorzurufen.

    Lösung

    Falsch. Außer den TH2-Zellen können auch Mastzellen und basophile Zellen nach der Quervernetzung von IgE den CD40-Ligand exprimieren und IL-4 sezernieren, wodurch wiederum die IgE-Produktion der B-Zellen angetrieben wird.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Faktoren hängt nicht mit einer genetisch bedingten Anfälligkeit für allergisches Asthma und atopische Ekzeme zusammen?
    A. β-Untereinheit von FcεRI
    B. GM-CSF
    C. IL-3
    D. IL-4
    E. IFN-γ

    Lösung

    E. IFN-γ ist ein TH1-Cytokin, das bei der genetisch bedingten Anfälligkeit für allergisches Asthma und atopische Ekzeme nicht beteiligt ist, die stattdessen mit TH2-Antworten in Zusammenhang steht.
  • Multiple Choice: Verschiedene Faktoren beeinflussen die Anfälligkeit für allergische Erkrankungen. Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Umweltfaktoren tragen selten zur Entwicklung einer allergischen Krankheit bei.
    B. Die Häufigkeit von Atopien nimmt in den Industrieländern stetig zu.
    C. Personen mit den Allelvarianten GSTP1 und GSTM1 zeigen eine größere Anfälligkeit für eine erhöhte Überaktivität der Atemwege.
    D. Kinder im Alter von unter sechs Monaten, die in Kinderkrippen mit anderen Kindern in Kontakt kommen, sind anscheinend teilweise vor Asthma geschützt.

    Lösung

    A. Umweltfaktoren und die genetische Variabilität tragen zu jeweils etwa 50 Prozent zum Risiko bei, eine Atopie zu entwickeln.
  • Richtig oder falsch: IgE kommt wie andere Antikörper vor allem in den Körperflüssigkeiten vor.

    Lösung

    Falsch. Der größte Teil von IgE im menschlichen Körper ist an Zellen gebunden, die FcεRI tragen, das heißt, an Mastzellen und basophile Zellen.
  • Bitte zuordnen<7b>: Welcher der folgenden Faktoren wird von welcher Aussage am besten beschrieben?
    A. Prostaglandin und Thromboxan
    B. Leukotriene
    C. TNF-α
    D. Histamin
    E. entzündungshemmende nichtsteroidale Wirkstoffe
    i. Erzeugung durch den Lipoxygenaseweg
    ii. Hemmung der Cyclooxygenaseaktivität für die Umsetzung der Arachidonsäure
    iii. Erzeugung durch den Cyclooxygenaseweg
    iv. Erzeugung in großen Mengen durch Mastzellen nach ihrer Aktivierung
    v. Verstärkung der Antigenpräsentation bei dendritischen Zellen durch Bindung an den H1-Rezeptor

    Lösung

    A, iii; B, i; C, iv; D, v; E, ii.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft zu?
    A. Mastzellen der Bindegewebe sind nicht am Auslösen eines anaphylaktischen Schocks beteiligt.
    B. Patienten, die an einem anaphylaktischen Schock leiden, sollten kein Adrenalin erhalten, da sich deren Zustand dadurch noch verschlechtern könnte.
    C. Bei einem anaphylaktischen Schock geht die Durchlässigkeit von Blutgefäßen verloren und der hohe Blutdruck führt schließlich zum Tod.
    D. Penicillin kann körpereigene Proteine verändern, sodass es bei einigen Patienten zu einer Immunantwort mit IgE-Produktion kommt, die bei einem erneuten Kontakt mit dem Wirkstoff eine Anaphylaxie hervorrufen kann.

    Lösung

    D. Allergien gegen Penicillin sind das Ergebnis einer TH2-dominierten Immunantwort gegen Penicillin, das an veränderte körpereigene Proteine gebunden ist.
  • Multiple Choice: Hypersensitivitätsreaktionen können durch die Ablagerung von Immunkomplexen pathologische Auswirkungen haben. Welcher der folgenden Mechanismen ist dafür verantwortlich, dass Immunkomplexe pathogen sein können? Mehr als eine Antwort ist möglich.
    A. Immunkomplexe lagern sich an den Wänden von Blutgefäßen ab.
    B. IgE an den Oberflächen von Mastzellen und Basophilen wird quervernetzt, was zur Aktivierung der Zellen führt.
    C. Die Vernetzung des Fc-Rezeptors führt zur Aktivierung von Leukocyten und zu einer Schädigung des Gewebes.
    D. Das Komplementsystem wird aktiviert, was zur Produktion des Anaphylatoxins C5a führt.
    E. CD8+-T-Zellen werden zur Freisetzung von IL-4 angeregt.

    Lösung

    A, C und D. Immunkomplexe können pathogen wirken, da sie über Fc-Rezeptoren Leukocyten aktivieren, durch Aktivierung des Komplementsystems die Produktion des Anaphylatoxins C5a anregen und sich auch in Blutgefäßen und sogar in den Alveolen der Lunge ablagern.
  • Bitte ergänzen: Bei einer allergischen Reaktion der Haut unterscheidet man zwei Phasen: _______ und _______. Die erste Phase ist gekennzeichnet durch die Aktivierung von T-Zellen durch antigenpräsentierende Zellen der Haut, die man mit _______ bezeichnet, während in der zweiten Phase nach einem erneutem Antigenkontakt Chemokine und Cytokine durch _______ freigesetzt werden.

    Lösung

    Sensibilisierung; Aktivierung; Langerhans-Zellen; T-Gedächtniszellen.
  • Bitte zuordnen: Welche der folgenden allergischen Reaktionen gehört zu welchem Immunprozess?
    A. Arthus-Reaktion
    B. Ausschlag durch den Giftsumach
    C. Serumkrankheit
    D. Nickelallergie
    i. Bildung von lokalen Immunkomplexen durch IgG-Antikörper, die gegen ein Antigen gerichtet sind, für das eine Person vorher sensibilisiert wurde
    ii. systemische Reaktion auf eine Infektion mit großen Mengen an fremdem Antigen, die vor allem von IgG abhängig ist
    iii. Form einer allergischen Kontaktdermatitis, die durch lipidlösliche Substanzen hervorgerufen wird, welche zelluläre Proteine verändern; vor allem durch CD8+-T-Zellen befördert
    iv. vor allem durch T-Zellen beförderte zelluläre Hypersensitivität; kann auch bei Bindung von TLR-4 eine Entzündungsreaktion hervorrufen

    Lösung

    A, i; B, iii; C, ii; D, iv.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Am Tuberkulintest lässt sich eine Hypersensitivitätsreaktion vom verzögerten Typ besonders gut veranschaulichen.
    B. TH1-Zellen sind nicht direkt an Hypersensitivitätsreaktionen vom verzögerten Typ beteiligt.
    C. Eine allergische Kontaktdermatitis kann von CD4- oder CD8-T-Zellen vermittelt werden.
    D. Mäuse mit einem Defekt der B-Zellen oder des Komplementsystems zeigen schwächere Hypersensitivitätsreaktionen.

    Lösung

    B. TH1- und CD8-T-Zellen können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. So induziert beispielsweise der Tuberculin-Test eine TH1-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion vom verzögerten Typ. Nach Kontakt mit dem Antigen kommt es bei Patienten, die mit M. tuberculosis infiziert waren oder mit BCG geimpft wurden, dazu, dass TH1-Zellen Peptid:MHC-Komplexe erkennen und inflammatorische Cytokine wie IFN-γ and TNF-α freisetzen.
  • Kurze Antwort: Warum führt man eine Endotypisierung von Asthma durch?

    Lösung

    Eine Endotypisierung von Asthma ist erforderlich, da sich Asthma nicht wie eine einzige Krankheit verhält. Die Phänotypen von Asthma unterscheiden sich stark in Bezug auf das Ansprechen gegenüber einer Therapie und die inflammatorischen Zellinfiltrate und die Entzündungsmediatoren, die jeweils in den Atemwegen auftreten. Es gibt zwar Phänotypen, die häufiger sind als andere, etwa allergisches Asthma oder durch körperliche Anstrengung hervorgerufenes Asthma, aber die Immunantwort ist jeweils unterschiedlich.
  • Richtig oder falsch: Allergisches Asthma kann durch andere Faktoren als durch das ursprüngliche spezifische Antigen ausgelöst werden.

    Lösung

    Richtig. Asthmapatienten können selbst dann eine chronische Entzündung aufweisen, wenn sie gar nicht ständig mit dem auslösenden Allergen in Kontakt kommen.
  • Richtig oder falsch: Die entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind Krankheiten, bei denen das adaptive Immunsystem als Reaktion auf Autoantigene das Gewebe schädigt.

    Lösung

    Falsch. Bei einer entzündlichen Darmerkrankung stammt das Zielantigen aus der Mikroflora im Darm und nicht aus dem Körper.
  • Bitte zuordnen: Welche monogene Autoimmunkrankheit hängt mit welchem Gendefekt zusammen?
    A. Autoimmun-Polyendokrinopathie-Candidiasis-ektodermale-Dystrophie-Syndrom
    B. Immunderegulation, Polyendokrinopathie, Enteropathie, X-gekoppeltes Syndrom
    C. lymphoproliferatives Autoimmunsyndrom
    i. Fas
    ii. FoxP3
    iii. AIRE

    Lösung

    A, iii; B, ii; C, i.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft nicht zu?
    A. Die Autoantikörper, die von Procainamid, ein häufig angewendeter Wirkstoff gegen Herzrhythmusstörungen, induziert werden, ähneln den Autoantikörpern, die für systemischen Lupus erythematodes charakteristisch sind.
    B. Im Verlauf einer Infektion freigesetzte Entzündungsmediatoren können zur Aktivierung autoreaktiver Lymphocyten führen und so eine Autoimmunreaktion auslösen.
    C. Morbus Crohn und das Blau-Syndrom sind beide eng mit Funktionsverlustmutationen im NOD2-Gen gekoppelt, wobei es auch andere Ursachen gibt.
    D. ATG16L1 und IRGM sind Gene, die unter normalen Bedingungen bei der Autophagie eine Rolle spielen; Defekte in diesen Genen führen zu Morbus Crohn.

    Lösung

    C. Das Blau-Syndrom entsteht anders als Morbus Crohn anscheinend aufgrund einer Funktionsgewinnmutation des NOD2-Gens.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen trifft auf eine Transplantation zu?
    A. Ein syngenes Hauttransplantat von einer jungen Maus wird von einer adulten Maus abgestoßen.
    B. Ein allogenes Hauttansplantat von einer männlichen Maus wird von einer weiblichen Maus nicht abgestoßen.
    C. Ein syngenes Hauttransplantat von einer männlichen Maus wird von einer weiblichen Maus abgestoßen.
    D. Ein autologes Hauttransplantat wird drei Wochen nach der Übertragung abgestoßen.

    Lösung

    C. Das Y-Chromosom enthält eine Gruppe von Proteinen, die als Antigene des Nebenhistokompatiblitätskomplexes erkannt werden können. Deshalb kann ein Transplantat von einer männlichen Maus, das auf eine weibliche Maus übertragen wurde, aufgrund von H-Y-Antworten abgestoßen werden.
  • Kurze Antwort: Wie kann die Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) für Patienten mit Leukämie von Vorteil sein?

    Lösung

    Für Leukämiepatienten, die HSC-Transplatate erhalten, kann die GVHD aufgrund des damit zusammenhängenden Graft-versus-Leukämie-Effekts von Vorteil sein, da dadurch die Donor-T-Zellen die Leukämiezellen des Empfängers abtöten.
  • Multiple Choice: Welches der folgenden Phänomene trifft nicht auf einen Mechanismus zu, der die Abstoßung des Fetus verhindert?
    A. hohe Expression der 2,3-Dioxygenase (IDO), die T-Zellen das Tryptophan entzieht
    B. keine Expression von MHC-Klasse-II-Molekülen und geringe MHC-Klasse-I-Expression durch den Trophoblast
    C. Verringerung der Expression von HLA-G durch den Trophoblast
    D. Freisetzung von TGF-β und IL-10 durch das Uterusepithel und den Trophoblast

    Lösung

    C. Der Trophoblast exprimiert geringe Mengen an MHC-Klasse-I-Molekülen und ist dadurch für einen Angriff durch NK-Zellen empfindlich. Zum Ausgleich exprimiert der Trophoblast HLA-G, das ein Abtöten durch NK-Zellen verhindert.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Mechanismen trägt nicht dazu bei, dass immunologisch privilegierte Regionen die Toleranz aufrechterhalten?
    A. Ausschluss von T-Effektorzellen während einer Infektion
    B. Gewebebarrieren, die naive Lymphocyten ausschließen, beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke
    C. entzündungshemmende Cytokinproduktion (beispielsweise TGF-β)
    D. Expression des Fas-Liganden, um die Apoptose von Fas-tragenden Lymphocyten zu induzieren
    E. verringerte Kommunikation über die normalen Lymphgefäße

    Lösung

    A. Es ist möglich, dass bei einer Infektion T-Effektorzellen in immunprivilegierte Bereiche gelangen.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Mechanismen gehört nicht zur peripheren Toleranz?
    A. Anergie
    B. negative Selektion
    C. Induktion von Treg-Zellen
    D. Deletion
    E. Suppression durch Treg-Zellen

    Lösung

    B. Die negative Selektion ist ein Mechanismus der zentralen Toleranz; sie erfolgt bei den T-Zellen im Thymus und bei den B-Zellen im Knochenmark oder in der Peripherie.
  • Kurze Antwort: Beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) gibt es das Phänomen der Epitoperweiterung. Dabei treten auch Anti-DNA-Autoantikörper auf und es kann schließlich zur Produktion von Anti-Histon-Antikörpern kommen. Durch welchen Mechanismus ist das möglich?

    Lösung

    Autoreaktive B-Zellen, die für DNA spezifisch sind, nehmen DNA-Histon-Komplexe (Chromatin) auf und präsentieren Peptide aus den Histonen auf MHC-Molekülen, sodass histonspezifische autoreaktive T-Zellen aktiviert werden. Diese autoreaktiven T-Zellen, die Histone erkennen, unterstützen die ursprünglichen DNA-spezifischen B-Zellen, können aber auch andere B-Zellen aktivieren, die für die Histonproteine spezifisch sind. Dadurch kommt es zur Produktion von Anti-DNA- und Anti-Histon-Antikörpern.
  • Kurze Antwort: Das APECED-Syndrom (Autoimmun-Polyendokrinopathie-Candidiasis-ektodermale-Dystrophie-Syndrom) ist auf Defekte im Transkriptionsfaktor AIRE zurückzuführen. wodurch die Expression peripherer Gene gestört ist und die negative Selektion in geringerem Maß stattfindet (sodass die zentrale Toleranz beeinträchtigt ist). Vom APECED-Syndrom betroffene Patienten leiden an einer Zerstörung von endokrinen Geweben und ihre Immunität gegen Pilze ist eingeschränkt. Diese Autoimmunphänomene benötigen jedoch Zeit, um sich zu entwickeln, und sie entwickeln sich auch nicht bei allen Patienten in allen Organen, in denen dies möglich wäre. Warum ist das so?

    Lösung

    Das verzögerte und unterschiedliche Einsetzen des APECED-Syndroms zeigt die Bedeutung der peripheren Toleranz, die Autoimmunreaktionen gegen endokrine Organe in bestimmten Fällen verlangsamen oder verhindern kann. Das sporadische Auftreten zeigt an, dass sich bei einer Autoimmunkrankheit die Genetik und der Zusammenbruch der natürlichen Toleranzmechanismen aufgrund von Umweltfaktoren überlagern.
  • Bitte ergänzen: Autoantikörper, die sich bei bestimmten Autoimmunkrankheiten entwickeln, können entweder als Antagonisten oder als Agonisten wirken, was davon abhängt, ob sie eine Funktion hemmen oder stimulieren. Bei _______ blockieren Autoantikörper gegen den _______-Rezeptor dessen Funktion in der neuromuskulären Endplatte, sodass es zu einem Muskelschwächesyndrom kommt. Ein weiteres Beispiel ist _______; hier werden Autoantikörper gegen den _______-Rezeptor gebildet, die eine übermäßige Produktion des Schilddrüsenhormons bewirken.

    Lösung

    Myasthenia gravis; Acetylcholin; Basedow-Krankheit; TSH- (Rezeptor des schilddrüsenstimulierenden Hormons).
  • Bitte zuordnen: Welche Autoimmunkrankheit geht mit welcher physiopathologischen Symptomatik einher?
    A. rheumatoide Arthritis
    B. Diabetes mellitus Typ 1
    C. multiple Sklerose
    D. Hashimoto-Thyreoiditis
    E. autoimmune hämolytische Anämie
    F. autoimmune thrombocytopenischen Purpura
    G. Goodpasture-Syndrom
    H. gemischte essenzielle Kryoglobulinämie
    i. Eine chronische Hepatitis-C-Infektion führt zur Produktion von Immunkomplexen, die sich in Gelenken und Geweben ablagern.
    ii. Eine durch T-Zellen vermittelte Autoimmunreaktion gegen Myelinantigene des Zentralnervensystems führt zu einer demyelinierenden Erkrankung mit neuropathologischen Phänotypen.
    iii. Autoantikörper gegen IgG
    iv. Autoantikörper gegen den GpIIb:IIIa-Fibrinogen-Rezeptor auf Blutplättchen
    v. Autoantikörper gegen rote Blutkörperchen
    vi. TH1-abhängige Autoimmunreaktion gegen β-Zellen im Pankreas
    vii. Autoantikörper gegen die α3-Kette des Kollagens der Basalmembran (Typ-IV-Kollagen)
    viii. Die durch Zellen und Autoantikörper vermittelte Autoimmunreaktion gegen die Schilddrüse führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

    Lösung

    A, iii; B, vi; C, ii; D, viii; E, v; F, iv; G, vii; H, i.
  • Multiple Choice: Welcher der folgenden Immunmodulatoren zeigt einen ähnlichen Mechanismus wie Azathioprin?
    A. Mycophenolat
    B. Cyclophosphamid
    C. Abatacept
    D. Rapamycin

    Lösung

    A. Mycophenolat und Azathioprin besitzen ähnliche Mechanismen, da sie beide die de novo-Synthese von Guanosinmonophosphat blockieren können.
  • Bitte zuordnen: Welcher der folgenden immunmodulierenden Antikörper ist mit welchem Mechanismus beziehungsweise mit welcher Aktivität verbunden?
    A. Natalizumab i. verhindert die Abstoßung eines allogenen Transplantats über den CD3-Komplex, der T-Zell-Rezeptor-Signale hemmt
    B. Rituximab ii. Anti-IL-6-Rezeptor
    C. Muromomab iii. hemmt die Wanderung von Zellen durch Blockade von VLA-4
    D. Tocilizumab iv. Depletion von B-Zellen durch einen Angriff auf CD19

    Lösung

    A, iii; B, iv; C, i; D, ii.
  • Richtig oder falsch: Zellen, die einen chimären T-Rezeptor (CAR) tragen, werden zur Behandlung von Leukämie mithilfe eines Retrovirus transduziert und produzieren daher einen tumorspezifischen T-Zell-Rezeptor.

    Lösung

    Falsch. CAR-T-Zellen werden nicht über einen T-Zell-Rezeptor, sondern durch einen anderen Rezeptor aktiviert, durch den sie andere Moleküle als Peptid:MHC-Komplexe erkennen können.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
    A. Der Impfstoff Provenge® wird mithilfe von patienteneigenen antigenbeladenen dendritischen Zellen gewonnen, um therapeutisch wirksame Antitumor-T-Zell-Reaktionen hervorzurufen.
    B. Klinische Studien mit Impfstoffen gegen HPV 16 und HPV 18 (die mit 70 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs assoziiert sind) zeigten bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs, der von diesen Viren verursacht wird, eine Wirksamkeit von 100 %.
    C. Für Impfstoffe gegen Krebs auf Zellbasis nutzt man den Tumor des Patienten, um Antigene zu gewinnen. Um die Immunogenität dieser Antigene zu erhöhen, kann man sie mit Adjuvanzien vermischen, beispielsweise mit CpG-DNA, die an TLR-7 bindet.

    Lösung

    C. Für zellbasierte Impfstoffe gegen Krebs kann man den Tumor des Patienten als Antigenquelle nutzen. Wenn man jedoch CpG als Adjuvans verwendet, soll damit TLR-9 aktiviert werden.
  • Multiple Choice: Welche der folgenden Behandlungsmethoden gegen Krebs ist eine Checkpoint-Blockade-Therapie? (Eine oder mehrere Antworten sind richtig.)
    A. Ipilimumab (Anti-CTLA-4-Antikörper)
    B. Trastuzumab (Anti-Her2/neu-Antikörper)
    C. Rituximab (Anti-CD20-Antikörper)
    D. Pembrolizumab (Anti-PD-1-Antikörper)
    E. Sipuleucel-T (dendritische Zellen des Patienten, die mit dem Tumorantigen prostataspezifische saure Phosphatase und GM-CSF inkubiert und dann wieder auf den Patienten übertragen werden)

    Lösung

    A und D. CTLA-4 wird auf Treg-Zellen stark exprimiert und Ipilimumab vernichtet diese Zellen, sodass die Zahl der regulatorischen Zellen verringert wird. PD-1 ist ein inhibitorischer Rezeptor, der die Aktivierung von T-Zellen kontrolliert. Wenn die PD-1-Funktion blockiert wird, erlangen die T-Zellen wieder ihre Effektorfunktionen.
  • Richtig oder falsch: T-Zellen, die den chimären Antigenrezeptor (CAR) tragen, können neben Peptid:MHC-Komplexen auch andere Zielmoleküle erkennen.

    Lösung

    Richtig. CAR-T-Zellen sind T-Zellen, die genetisch so verändert wurden, dass sie einen chimären Antigenrezeptor exprimieren, der aus den intrazellulären Domänen der CD3ζ-Kette des T-Zell-Rezeptors und den 4-1BB/CD137-Corezeptorketten besteht und eine extrazelluläre Domäne enthält, die die Antigenbindungsstelle eines Antikörpers umfasst (beispielsweise Anti-CD19). Es gibt also keine MHC-Restriktion.
  • Bitte zuordnen: Welche der zurzeit angewendeten Impfstoffe aus den folgenden Organismen sind attenuierte Lebendimpfstoffe (A), Impfstoffe auf Grundlage von Toxinen (T), abgetötete Impfstoffe (K) oder konjugierte Polysaccharide (P)?
    A. Corynebacterium diphtheriae
    B. H. influenzae Tyb B
    C. Masern/Mumps/Röteln (MMR)
    D. Bacille Calmette-Guérin (BCG)
    E. Influenza-A-Virus
    F. Sabin-Polioimpfstoff

    Lösung

    A, T; B, P; C, A; D, A; E, K; F, A.
  • Bitte ergänzen: Impfstoffe zeigen viele Effekte, die vorteilhaft sind und auch genutzt werden. Wenn man beispielsweise eine Antikörperreaktion gegen bakterielles Lipopolysaccharid auslösen will, wird es mit einem Protein konjugiert, um den Effekt der _______ zu nutzen, damit es zu T-Zell-abhängigen Antikörperreaktionen kommt. Darüber hinaus können Impfstoffe auch vor verschiedenen Subtypen eines Virus schützen, etwa beim Influenzavirus. Diesen Effekt bezeichnet man als _______ Immunität. Wenn innerhalb einer Population genügend Personen geimpft sind, kommt es zu einer _______immunität, sodass sogar nichtgeimpfte Personen vor einer Infektion geschützt sind.

    Lösung

    gekoppelten Erkennung; heterosubtypische; Gruppen.
  • Kurze Antwort: Welche hauptsächlichen Nachteile haben Impfstoffe, die auf Peptiden basieren?

    Lösung

    Erstens kann ein einziges Peptid wahrscheinlich nicht von allen MHC-Allelen einer bestimmten Population gebunden werden. Zweitens kann das Peptid, wenn eine Prozessierung nicht erforderlich ist, von vielen Zelltypen gebunden werden und so zu einer Toleranz führen. Drittens erfordert die Präsentation auf MHC-Klasse-I-Molekülen eine Kreuzpräsentation, die nur bei spezialisierten Typen von dendritischen Zellen vorkommt.
  • Richtig oder falsch: Alle Verabreichungswege für Impfstoffe lösen praktisch identische Immunantworten aus, wenn sie erfolgreich sind.

    Lösung

    Falsch. Die meist angewendete intramuskuläre Impfung führt zu einer starken Immunität, während Impfungen über die Schleimhäute eine stabile mucosale Immunität und oral verabreichte Impfungen eine orale Toleranz hervorrufen.
  • Bitte zuordnen: Welches Adjuvans stimuliert welchen Immunrezeptor?
    A. Alum i. TLR-9 B. komplettes Freund-Adjuvans
    C. Lipopolysaccharid
    D. DNA
    E. Imiquimod
    ii. TLR-4
    iii. NLRP3
    iv. NOD2
    v. TLR-7/8

    Lösung

    A, iii; B, iv; C, ii; D, i; E, v.
  • Fertig!

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